Medizin & Technik

Dreiländertreffen in Graz betont Aus- und Weiterbildung

28.09.2012 -

Dreiländertreffen in Graz betont Aus- und Weiterbildung. Ultraschalldiagnostik, das am häufigsten eingesetzte Bildgebende Verfahren, ist anderen Methoden längst ebenbürtig. Kostengünstig, strahlenfrei und vielseitig ist sie bei vielen Fragestellungen Methode der Wahl.

Mehr noch: Die Überlegenheit von Ultraschall zeigt sich z.B. bei der kontrastmittelverstärkten Früherkennung von Leberkrebs, siehe Management & Krankenhaus 09/06 S. 15, Prof. Dr. Christoph F. Dietrich: „Sensibel und spezifisch – Qualitätssteigerung durch Kontrastmittel“. Unabhängig einer Kontrastmittelverstärkung ermöglichen manche Geräte mit Hilfe integrierter Software 3D/4D-Darstellungen, deren Auflösung vorher nicht erkennbare Feinstrukturen sichtbar macht. Die Zeiten von zentnerschweren stationären Geräten sind damit fast vorbei, selbst hochwertiger Ultraschall wird immer mobiler. Längst verläuft der Weg nicht mehr vom Patienten zum Ultraschall, sondern umgekehrt: Miniaturisierte Geräte, kaum größer oder schwerer als ein Notebook, stehen für Kosten sparende „Bedside“-Diagnostik zur Verfügung. Dabei lassen die Kompaktgeräte keine Wünsche offen, was die Bedienerfreundlichkeit und vor allem die Bildauflösung (in Echtzeit) betrifft. Die kleinen, leichten Systeme erweitern den Einsatz des Ultraschalls im gesamten klinischen Spektrum und eröffnen völlig neue klinische Anwendungsbereiche.

Beim 30. Ultraschall Dreiländertreffen vom 18. bis 21. Oktober in Graz, das die Österreichischen, Deutschen und Schweizerischen Gesellschaften für Ultraschall in der Medizin veranstalten, stellen besonders die in Zusammenarbeit mit der Industrie angebotenen Lunchsymposien diese und weitere Geräteentwicklungen in den Brennpunkt. Aber selbst mit bestem technischem Equipment hängt die Qualität der Befundung nach wie vor maßgeblich vom Können des Untersuchers ab. Von den Ultraschall-Gesellschaften wird qualifizierte und möglichst zertifizierte Ultraschallausbildung im Rahmen der Facharztweiterbildung gefordert. Dem will das diesjährige Treffen besonderen Nachdruck verleihen, weshalb für die 30. Veranstaltung der Schwerpunkt Aus- und Fortbildung gewählt wurde. Für niedergelassene wie klinische Untersucher ist Weiterbildung von zentraler Bedeutung, denn es gibt einen eklatanten, nachgewiesenen Schulungsbedarf. So nutzen ganztägige Anwenderseminare, Refresherkurse und State-of-the-Art Sitzungen nicht nur die fachliche Breite des Kongresses, das nötige wechselseitige Lernen wird darüber hinaus durch die zum Teil interdisziplinäre Konzeption gefördert. Die Anwenderseminare und natürlich das Ultraschall Dreiländertreffen selbst sind im Rahmen des DFP (Diplom Fortbildungsprogramm) der Österreichischen Akademie der Ärzte approbiert. Die maximale Punktzahl beträgt insgesamt 30 DFP-Punkte.

Die deutschen Teilnehmer erhalten ihre Punkte, indem sie ihre Teilnahmebescheinigung mit dem Programm bei ihrer zuständigen Landesärztekammer einreichen, die Fortbildungspunkte der Schweizer Teilnehmer werden durch die SGUM anerkannt. Genauso angemessen wie die Frage der Fortbildung berücksichtigt die besonders übersichtliche Programmstruktur des Grazer Treffens auch junge Wissenschaftler/innen, die ihre Forschungsergebnisse präsentieren und mit dem Erlass der Teilnahmegebühren gezielt gefördert wurden. Dem Tagungspräsidenten Prof. Dr. Martin Häusler, der Kongressorganisation, den Teilnehmern und der Industrieausstellung steht mit der neuen Stadthalle – Österreichs modernste Veranstaltungshalle – ein idealer Rahmen für diesen hochkarätigen Kongress zur Verfügung. Graz selbst, europäische Kulturhauptstadt 2003 und Weltkulturerbe, lässt ebenfalls keine Wünsche offen, falls dafür überhaupt Zeit bleibt.

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