08.03.2011
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Alexander Muacevic ist Präsident der internationalen Cyberknife Society

  • PD Dr. Alexander Muacevic ist als erster Nicht-US-Amerikaner zum Präsidenten der internationalen Cyberknife Society gewählt worden. Er leitet gemeinsam mit Prof. Dr. Berndt Wowra das Europäische Cyberknife Zentrum in München-Großhadern.PD Dr. Alexander Muacevic ist als erster Nicht-US-Amerikaner zum Präsidenten der internationalen Cyberknife Society gewählt worden. Er leitet gemeinsam mit Prof. Dr. Berndt Wowra das Europäische Cyberknife Zentrum in München-Großhadern.

PD Dr. Alexander Muacevic ist als erster Nicht-US-Amerikaner zum Präsidenten der internationalen Cyberknife Society gewählt worden. Seit 2005 leitet er gemeinsam mit Prof. Dr. Berndt Wowra das Europäische Cyberknife Zentrum in München-Großhadern und arbeitet dabei eng mit dem Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München zusammen. In den letzten Monaten haben sich in Deutschland weitere Cyberknife-Zentren gegründet oder befinden sich im Aufbau, wie zum Beispiel an der Berliner Charité.

Als Hauptanliegen seiner Präsidentschaft nennt Muacevic, „die klinische und wissenschaftliche Basis für radiochirurgische Behandlungsprinzipien zu verbessern und den Erfahrungsaustausch der Experten weltweit über Internet-Foren und Web-Fortbildungen zu stimulieren." Denn noch immer sind selbst in Fachkreisen die nicht-invasive, schmerzfreie und meist einmalige Behandlung mit dem Cyberknife-System und dessen therapeutische Möglichkeiten nicht ausreichend bekannt.

Im Cyberknife-Zentrum in München wurden inzwischen über 3.000 Patienten behandelt. Besonders groß ist die Gruppe der Patienten mit einem Akustikusneurinom. „Die Behandlung erfolgt oft in Zusammenarbeit mit Prof. Jörg-Christian Tonn, Direktor der Neurochirurgischen Klinik der LMU", sagt Dr. Muacevic. Das Akustikusneurinom ist eine von den Zellen der Nervenscheide (Schwann-Scheide) ausgehende gutartige Nervenfasergeschwulst. Betroffen sind vor allem die Nervenfasern des Hör- und Gleichgewichtsnerven (Nervus vestibulocochlearis; VIII. Hirnnerv), die die Verbindung zwischen Innenohr und Gehirn herstellen.

Das Akustikusneurinom
Die medizinisch korrekte Bezeichnung dieser Erkrankung lautet Vestibularisschwannom, da besonders der vestibuläre Anteil der Hör- und Gleichgewichtsnerven befallen ist. Die Krankheit hat ihren Ursprung in den so genannten Schwann-Zellen, die die Hülle (Myelinscheide) der peripheren Nervenfasern bilden. Akustikusneurinome sind gutartige Tumoren, die keine Metastasen (Tochtergeschwülste) bilden und somit keine anderen Organe und Systeme befallen. Die Symptome können unterschiedlich sein und hängen von der Größe des Tumors und von dem betroffenen Hirnnerv ab.

Zu den häufigsten Anzeichen eines Akustikusneurinoms gehören:

  • Hörminderung und Hörsturze
  • Drehschwindel (Vertigo), kann mit Übelkeit und Gleichgewichtsstörungen einher gehen
  • Tinnitus (von den Betroffenen subjektiv wahrgenommenes Rauschen, Klingeln oder Pfeifen in den Ohren) - tritt in rund 80 % der Fälle auf.

Seltene und unspezifische Symptomen sind Einschränkung der Sprachwahrnehmung, Kopfschmerzen, besonders morgens beim Aufwachen, bei Husten, Niesen und Erbrechen sowie eine Lähmung der Gesichtsmuskulatur und im Bereich der Ohren. Tumoren, die eine bestimmte Größe erreicht haben, können auch andere Hirnnerven in Mitleidenschaft ziehen und somit verschiedene Symptome hervorrufen. Wenn der VII. Hirnnerv (Nervus facialis) beeinträchtigt ist, treten in der Regel eine Lähmung der Gesichtsmuskulatur, vorübergehende Sehstörungen und eine Störung der Tränendrüsensekretion auf. Die Beeinträchtigung des V. Hirnnervs (Nervus trigeminus) führt unter anderem zu Gefühlsstörungen im Gesicht. Schluckbeschwerden können dann auftreten, wenn der IX. (Nervus glossopharyngeus) und der X. (Nervus vagus) Hirnnerv betroffen sind. Der Tumor drückt bei weiterer Größenzunahme nicht nur auf benachbarte Hirnnerven, sondern auch auf den Hirnstamm, was den Hirndruck erhöht und zu Erbrechen, Kopfschmerzen und im Extremfall sogar zu Bewusstlosigkeit führen kann.

Folgende Behandlungsoptionen stehen zur Verfügung:

  • die mikrochirurgische Tumorentfernung
  • die Bestrahlung (Radiochirurgie)
  • die Verlaufskontrolle mit regelmäßiger Magnetresonanztomographie-Untersuchung

„In 98% der Fälle ist eine einmalige Cyberknife -Therapie ausreichend, um den Tumor abzutöten", erklärt Dr. Muacevic vom Europäischen Cyberknife Zentrum München.

Kontaktieren

Europäisches Cyberknife Zentrum München-Großhadern
Max-Lebsche-Platz 31
81337 München
Germany
Telefon: +49 89 4523 360
Telefax: +49 89 4523 36 16

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