Aus den Kliniken

Blumige Charity-Aktion für das Sächsische Kinderpalliativzentrum

22.02.2024 - Das Sächsische Kinderpalliativzentrum (SKPZ) am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden ist Partner einer neuen Charity-Aktion im Rahmen des Dresdner Semperopernballs.

Erstmals wird der aufwändige Blumenschmuck, der in der Ballnacht die Gäste in der Oper entzückt, für einen guten Zweck verkauft. Am Morgen nach dem Ball, am 24. Februar 2024, können Interessenten in der Opera-Bar in der Schinkelwache von 9 bis 11 Uhr Hunderte Rosen, Tulpen, Ranunkeln und Schleierkraut kaufen. Der Erlös soll in den Erwerb eines mobilen Sonographiegerätes fließen, das die Mitarbeitenden aus dem SKPZ bei den Hausbesuchen einsetzen können.

„Wir freuen uns sehr, dass der Semper Opernball Verein uns mit dieser wunderbaren Aktion bedenkt. Die damit verbundene Sichtbarkeit und die Wertschätzung für dieses wichtige Versorgungsangebot sind uns viel Wert“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Uniklinikums.

Der Erlös aus dem Verkauf kommt dem Sächsischen Kinderpalliativzentrum zugute. Ziel des sachsenweit arbeitenden Zentrums ist es, die häufiger von der häuslichen in die stationäre Versorgung pendelnden Kinder und Jugendlichen mit lebenslimitierenden Erkrankungen rund um die Uhr qualifiziert beraten und unterstützen zu können. Dazu gehören Hausbesuche, Beratung zu Hilfsmitteln und Anträgen, Unterstützung im täglichen Umgang mit den oft anstrengenden und psychisch aufreibenden Schicksalen und auch ein offenes Ohr für die Sorgen von Eltern, Angehörigen sowie der betreuten Kinder und Jugendlichen. Oft ist es der Wunsch der Patienten möglichst oft und lange im häuslichen Umfeld zu sein und nicht in einer klinischen Umgebung. Ein Multiprofessionelles Team kümmert sich um sie. Speziell ausgebildete Kinderärztinnen und -ärzte sorgen dafür, dass Schmerzen, Atemnot und andere Symptome behandelt werden. Kinderkrankenschwestern und -pfleger mit Zusatzausbildung in Kinderpalliativversorgung unterstützen in der Pflege des Kindes und leiten die Eltern an. Psychosoziale Mitarbeitende mit Expertenwissen begleiten die Kinder und Familien und können durch entsprechende Beratung helfen, mit der schwierigen Situation umzugehen oder finanzielle Entlastung zu schaffen.

„Dank deutlich verbesserter Diagnostik und innovativer Therapien gelingt es uns immer häufiger, Kinder und Jugendliche mit lebenslimitierenden Erkrankungen so gut zu versorgen, dass sie und ihre Familien eine Perspektive für ein längeres Überleben erhalten. Damit aber ist auch die Herausforderung verbunden, ihnen eine größtmögliche Lebensqualität zu sichern,“ sagt Dr. Maria Janisch, Leiterin des psychosozialen Bereichs im SKPZ.

Unterstützung und Entlastung in schwieriger Situation

60 bis 70 Kinder und ihre Familien werden pro Jahr sachsenweit im Rahmen des Brückenteams des SPKZ betreut. Ein Drittel der Kinder und Jugendlichen verstirbt in dieser Zeit. Auch danach stehen die Betreuer den verwaisten Eltern zur Seite, hören zu und unterstützen bei deren Anliegen. Bei anderen Familien stabilisiert sich die Versorgung im Verlauf der Zeit, dann versteht sich das SKPZ als ergänzendes Angebot zu Kinderärzten, Betreuungs- und Therapieangeboten. "Für Kinder und Jugendliche mit lebenslimitierenden Erkrankungen und deren Familien ist es wichtig, die gemeinsame Zeit mit Liebe, Freude, Würde und so viel Normalität wie möglich zu verbringen. Denn nicht selten leben sie eine längere Zeit mit der Erkrankung und den damit verbundenen Herausforderungen. Die Kinderpalliativversorgung will das Leben dieser Familien so gut wie möglich gestalten, sie unterstützen und entlasten. Anders als bei den Erwachsenen findet Kinderpalliativversorgung nicht nur am Lebensende statt“, sagt Annett Hofmann, Schirmherrin für das Sächsische Kinderpalliativzentrum.

Dabei sind nicht alle der Leistungen durch die Regelversorgung finanziell abgedeckt. Die telefonische Sozialberatung wird genauso durch Spenden finanziert wie ein Dolmetscherdienst für Hausbesuche. Ein großer Teil der Arbeit des Teams geht über die einfühlsame Kommunikation und Sprache, dabei soll es keine Hürden geben. Ebenfalls nicht finanziert werden medizinische Geräte, die bei den Hausbesuchen zum Einsatz kommen. Mit einem mobilen Sonographiegerät können die Mitarbeitenden aus dem SKPZ schnell vor Ort die Patienten untersuchen, wenn die zum Beispiel über Bauchschmerzen klagen. Ein solches Gerät kostet 5.000 Euro. Ein Teil davon soll durch den Blumenverkauf zusammenkommen. „Es ist uns ein besonderes Anliegen, dass wir mit der neuen Charity-Aktion in doppelter Hinsicht nachhaltig unterwegs sind. Die wunderschönen Blumen erfreuen ein zweites Mal die Menschen und wir unterstützen dieses wichtige Projekt. Wir freuen uns, wenn viele Menschen zum Verkauf kommen und das Sächsische Kinderpalliativzentrum sowie die Arbeit der Teams unterstützen“, sagt Dorothea Michalk, Vorstandsmitglied im Semper Operball e.V.

Blumenverkauf für den guten Zweck

Wenn die letzten Gäste am frühen Morgen nach dem Ball die Oper verlassen, sammelt ein Team um die Floristin Simone Lachmund die Blumen und Gestecke in der Oper ein. Unterstützt wird sie von freiwilligen Helfern aus dem Sächsischen Kinderpalliativzentrum, von der Stiftung Hochschulmedizin Dresden und aus dem Universitätsklinikum. Die Blumen werden mit Wasser versorgt und in Vasen für den Verkauf in der Opera Bar in der Schinkelwache am Theaterplatz aufgestellt. Von 9 bis 11 Uhr können Interessenten kommen und die Blumen, einzeln oder in Gestecken, kaufen. Der Erlös kommt dem Sächsischen Kinderpalliativzentrum zugute. Unterstützung beim Verkauf kommt von Wolfgang Lippert. Der Moderator des diesjährigen Openairballs lässt es sich nicht nehmen, das Benefizprojekt zu unterstützen.

Kontakt

Universitätsklinikum Carl Gustav Carus ­Dresden

Fetscherstr. 74
01307 ­Dresden
Deutschland

+49 351 458 0
+49 351 458 4340

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