Hygiene

Nachhaltigkeit und Hygiene sind keine Gegensätze

22.09.2022 - Plastikkrise, Klimawandel, Green Hospital – schnelles Handeln ist gefordert. Lösungen für Krankenhäuser sind da.

Die vergangenen beiden Jahre seit Ausbruch der Corona-Pandemie haben viele unserer Gewissheiten über Bord geworfen. Finanziell knapp kalkulierte Krankenhäuser, jahrelanger Mangel an Fachpersonal, materielle Abhängigkeit von Drittstaaten – die immer noch anhaltende Ausnahmesituation offenbart Schwachstellen, besonders in unserem Gesundheitssystem. Wie unter einem Brennglas vergrößern sich jahrelang bekannte Probleme nochmals exponentiell.

Nehmen wir den Plastikabfall in den Blick. Allein bis August 2021 sind im Gesundheitsbereich global knapp 8,4 Millionen Tonnen Plastikmüll angefallen – zusätzlich zum bereits bestehenden. Das hat eine gemeinsame Studie der Chinesischen Akademie der Wissenschaften und der University of San Diego ergeben. Den überwiegenden Teil des aufgewendeten Plastiks, rund 87%, verorten die Wissenschaftler in Krankenhäusern.

Hier zeigt sich, innerhalb welcher Schranken Krankenhäuser agieren müssen. Der Gesundheitssektor ist mit einem Anteil von über 4 % ein wesentlicher Verursacher von Treibhausgasen. Das stellten die Weltgesundheitsorganisation oder Unternehmen wie ARUP in einzelnen Untersuchungen fest. Zum Vergleich: Damit liegt der Gesundheitsbereich vor dem globalen Flugverkehr und der Schifffahrt. Krankenhäuser müssen künftig nachhaltiger agieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Der steigende Verbrauch von Ressourcen hat auch ökonomische Auswirkungen. Denn mehr Ressourcen kosten zunächst auch mehr Geld. Abfälle und verbrauchte Ressourcen müssen zusätzlich entsorgt oder recycelt werden. Je aufwändiger die Entsorgung, desto mehr Kosten fallen an. Krankenhäuser sollen also neben einem umweltschonenden Umgang mit Ressourcen auch weiterhin wirtschaftlich bleiben und sich am Markt behaupten.

Trotz allem erwarten wir von unserem Gesundheitsbereich zu jeder Zeit qualitativ hochwertige und sichere Leistungen. Niemand möchte eine vermeidbare Infektion riskieren. Die Aufbereitung von Mehrwegprodukten ist ökologisch sinnvoll, dauert allerdings lange und beansprucht zusätzliches Personal. Eine händische Aufbereitung birgt immer auch die Gefahr von Anwendungsfehlern. Der Rückgriff auf Einwegprodukte spart hier Zeit und Geld.

Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit scheinen sich im Gesundheitswesen gegenseitig auszuschließen. Zumindest, so ist von Seiten der Unternehmen zu hören, können angeblich alle drei Punkte nicht gemeinsam auftreten. Wir brauchen Innovationen, um das Problem anzupacken und den vermeintlichen Widerspruch aufzulösen.

Umweltschutz ist Gesundheitsschutz

Ein Umdenken hat bereits eingesetzt. Unter dem Leitbegriff „Green Hospital“ sammeln sich zahlreiche Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen, die den Weg zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise eingeschlagen haben. Der Begriff existiert bereits seit den 1970ern. In den vergangenen Jahren hat er nochmal zusätzlichen Aufwind erhalten. Grundsätzlich geht es bei Green Hospital darum, den Einfluss des Gesundheitsbereichs auf die Umwelt zu erkennen und zu minimieren. Umweltschutz wird von den Verantwortlichen direkt mit Gesundheitsschutz zusammengedacht.

Wie wir Ressourcen verwenden, nimmt künftig eine entscheidende Rolle ein. Der wachsende Ressourcenverbrauch macht es, so das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik, „in Zukunft nur umweltbewusst wirtschaftenden Krankenhäusern möglich, dem medizinischen Versorgungsauftrag sowie einer anforderungsgerechten Patientensicherheit zu vertretbaren Kosten gerecht zu werden.“ Es gilt also, den Widerspruch von Nachhaltigkeit und hygienischer Patientensicherheit aufzulösen.

Wie eine nachhaltige und gleichzeitig hygienisch sichere Lösung im Bereich der Desinfektion aussieht, zeigt in diesen Tagen die Firma Dr. Schumacher mit einer innovativen Tuchdesinfektion. Der europaweit führende Spezialist für Tuchsysteme und Hersteller von Desinfektionsprodukten setzt bei seinen optimierten Descosept Sensitive Wipes auf ein biologisch abbaubares Vliesmaterial. Krankenhäuser können die Tücher umweltfreundlicher entsorgen als Kunststofftücher und gewährleisten zugleich die hygienische Patientensicherheit. Mit den verbesserten Tüchern zeigt Dr. Schumacher, wie eine nachhaltige Lösung für Krankenhäuser aussieht und wie den gegenwärtigen Krisen begegnet werden kann.

„Wir werden den riesigen Gesundheitssektor nicht über Nacht komplett auf Nachhaltigkeit umstellen können. Aber trotzdem und genau darum sind schnelle und pragmatische Lösungen gefragt!“, betont Dierk Schumacher, Geschäftsführer des Unternehmens. „Mit unserem optimierten und ideal angepassten Tuchprodukt zeigen wir, was möglich ist: Nachhaltigkeit und Hygiene ohne Einschränkungen miteinander verbinden!“, hebt Schumacher hervor. Was das neue Tuchkonzept auszeichnet, ist die effiziente Verbindung von Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit. Gleichzeitig sind die Desinfektionstücher besonders haut- und materialverträglich, ohne bei der Patientensicherheit an Kraft einzubüßen.

Nachhaltig, effizient, hochwirksam

Der Hygienespezialist setzt auf ein zu 100 % biologisch abbaubares Vliesmaterial. Geprüft und garantiert wird die biologische Abbaubarkeit durch die Europäische Norm EN 13432. Der verwendete Vliesstoff wird aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Das verbessert insgesamt den direkten Umwelteinfluss der Tücher, da keine Kunststofffasern eingesetzt werden. Anders als bei Desinfektionstüchern aus Kunststoff erfolgt die Entsorgung umweltfreundlicher, da das Vliesmaterial kompostierbar ist. Eine besondere Eigenschaft des biologischen Vlies: Es ist saugkräftiger als herkömmliche Kunststoff-Vliesstoffe.

Somit macht die Saugfähigkeit das biologische Tuchmaterial noch wirtschaftlicher und effizienter. Durch mehr aufgenommene Tränkflüssigkeit ist es länger im Einsatz. Das Tuch verfügt über eine nachgewiesene Reichweite von über 2 m². Durchgeführte Tests vom Unternehmen bestätigen das und zeigen sogar eine bis zu 58 % länger anhaltende Reinigungsleistung als bei vergleichbaren Produkten. Die Gesamtleistung einer Packung konnte also deutlich gesteigert werden.

Die höhere Reichweite des Desinfektionstuchs ist einerseits auf die besondere Oberflächenstruktur des Vliesmaterials zurückzuführen, andererseits auf das optimale Mischverhältnis in der Packung. Das einzigartige Webmuster des Tuchstoffes nimmt Schmutz und Unreinheiten besser auf. So ist eine effizientere Reinigung verschmutzter und kontaminierter Oberflächen möglich. Das Verhältnis von Tuchanzahl und Tränkvolumen in einer Verpackung passt perfekt zusammen und garantiert eine gleichbleibende Leistung – vom ersten bis zum letzten Tuch.

Beide Eigenschaften, die ökologische wie auch die ökonomische, stehen bei den verbesserten Tüchern nicht im Widerspruch zur Wirksamkeit. Die Desinfektionstücher sind weiterhin hochwirksam. Mit einem geringeren Ethanolgehalt als vergleichbare Produkte wirken die Tücher innerhalb kürzester Zeit begrenzt viruzid PLUS, und damit u.a. gegen Noro-, Rota- sowie Adenoviren. Dank des niedrigeren Ethanolgehalts vertragen sich die verbesserten Tücher sehr gut mit der Haut und empfindlichen Oberflächen. Grund dafür sind perfekt aufeinander abgestimmte Inhaltsstoffe durch den Hersteller. Gleichzeitig spart der Hersteller wichtige Ressourcen, ohne bei der Leistung Abstriche zu machen.

Nachhaltigkeit und Hygiene verbinden

Angesichts der zunehmenden Plastikkrise und dem Personaldruck in Krankenhäusern braucht es Lösungen. Besonders das patientennahe Umfeld, ein hochsensibler und entscheidender Bereich, darf dabei nicht Gefahr laufen, zum Infektionsrisiko zu werden. Dennoch muss der Verbrauch von Kunststoffen weiträumig gesenkt werden. Mehr Vliesstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen verringern insgesamt den Plastikverbrauch.

Die verbesserten Descosept Senstive Wipes setzen hier an. Sie sichern eine qualitativ hochwertige Desinfektion und somit einen verlässlichen Schutz vor Viren und Infektionen. Gleichzeitig erlauben sie den Anwendern in den Krankenhäusern, effizient und kostengünstig zu arbeiten. Mit Blick auf zukünftige Entsorgungsrichtlinien und Materialvorgaben für den Gesundheitsbereich erfüllen die Tücher bereits heute höchste Standards.

Die verbesserten, aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellten Tücher sind ein Teil eines grünen Krankenhauses. Weitere Innovationen sind in der Planung. Die Tücher vom europaweit führenden Desinfektionsspezialisten setzen bereits einen großen Schritt hin zu einem nachhaltigen und wirtschaftlichen Krankenhaus. Die ersten Tücher werden auf den kommenden Branchenmessen vorgestellt.

Kontakt

Dr. Schumacher GmbH

Am Roggenfeld 3
34323 Malsfeld

+49 5664 9496-0
+49 5664 8444

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