IT & Kommunikation

Österreich liegt bei Digitalisierung des Gesundheitswesens im Mittelfeld

11.02.2021 - In einer internationalen Studie, welche vom Institut für Medizinische Informatik der Universität UMIT TIROL unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Elske Ammenwerth koordiniert wurde, wurde der Status der Digitalisierung in 14 Ländern weltweit miteinander verglichen.

Die Studie, die in der Fachzeitschrift Methods of Information in Medicine publiziert wurde, untersuchte, ob Gesundheitseinrichtungen Patientendaten austauschen können und ob Patienten und ihre Angehörige auf die eigenen digitalen Gesundheitsdaten zugreifen bzw. diese auch bereitstellen können.

„Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Finnland, Schweden und Südkorea nach wie vor eine Vorreiterrolle bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens einnehmen. Österreich konnte sich gegenüber der letzten Studie, die 2017 veröffentlicht wurde, durch die Einführung der elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) in Teilbereichen zwar sichtbar verbessern, liegt aber insgesamt immer noch im Mittelfeld“, sagte Univ.-Prof. Dr. Elske Ammenwerth zu den Ergebnissen der Studie. Es werden also noch längst nicht alle Vorteile der Digitalisierung im Gesundheitswesen in Österreich ausgeschöpft. Unter anderem fehlen dafür Fachkräfte – vor allem Medizinische Informatiker, die durch die Gesamtsicht auf Medizin, Technik und Prozesse neue Potentiale erschließen und dadurch die Weiterentwicklung der Digitalisierung im Gesundheitswesen gewährleisten.

Medizinische Informatik heute so wichtig wie Anatomie oder Pathologie

Für Ammenwerth ist die Medizinische Informatik die Schlüsseldisziplin, die Österreich bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens weiter nach vorne bringen kann. „Die Medizinische Informatik treibt die Entwicklung der Gesundheitsversorgung maßgeblich voran und ist heute so wichtig wie Anatomie oder Pathologie im vergangenen Jahrhundert. Schon heute ist moderne Medizin ohne Medizininformatik nicht mehr möglich“, ist sie überzeugt. Diese Aussage untermauert sie mit der Feststellung, dass schon heute virtuelle Arztbesuche, mobile Gesundheits-Apps und Fitnesstracker, Telemonitoringprogramme für chronisch Erkrankte, vernetzte Forschungsregister oder elektronische Gesundheitsakten zum medizinischen Alltag gehören. 

Mit dem Master-Studium Medizinische Informatik, das – vorbehaltlich der Genehmigung der AQ Austria – im Herbst 2021 starten wird, will die Privatuniversität UMIT TIROL  wissenschaftlich fundiert Experten ausbilden, welche die Entwicklung der Digitalisierung im Gesundheitswesen aktiv mitgestalten. Über das zukunftsträchtige viersemestrige Studium kann man sich auf der Homepage informieren.

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