Personalia

Prof. Dr. Daniel Hänggi leitet Neurochirurgie an der UMM

14.10.2015 -

Die Neurochirurgische Klinik der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) hat einen neuen Direktor: Professor Dr. med. Daniel Hänggi hat diese Aufgabe im August übernommen. Gleichzeitig wurde er auf den Lehrstuhl für Neurochirurgie an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg berufen.

Professor Hänggi war zuvor stellvertretender Direktor der Neurochirurgischen Klinik der Universitätsklinik Düsseldorf. Zu den fachlichen Schwerpunkten des 45-jährigen Neurochirurgen gehört seit Jahren die vaskuläre Neurochirurgie, die sich mit chirurgisch behandelbaren Gefäßerkrankungen des Gehirns und Rückenmarks befasst. Außerdem ist Professor Hänggi ein ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der minimalinvasiven Schädelbasis- und Tumorchirurgie sowie der pädiatrischen Neurochirurgie.

Nach Abschluss seines Studiums der Humanmedizin 1998 in Basel wurde Professor Hänggi 2003 Oberarzt an der Neurochirurgischen Klinik des Universitätsklinikums Basel. Nach seiner Approbation 2004 (in Deutschland) wechselte er an die Neurochirurgische Klinik des Universitätsklinikums Düsseldorf. 2008 erhielt er dort die Lehrbefugnis (venia legendi) für das Lehrgebiet Neurochirurgie.

„Die moderne technische Ausstattung und die hervorragend ausgebildeten Kollegen bieten eine ausgesprochen gute Basis, das Behandlungsspektrum um neue Fachgebiete, wie etwa die funktionelle Neurochirurgie, zu erweitern“, erläutert Professor Hänggi das Entwicklungspotenzial seiner Klinik. „Mit einer in Forschung und Lehre starken Fakultät, zwei für mein Gebiet interessanten Forschungsschwerpunkten – einem vaskulären und einem neurologischen – und ihrer engen Anbindung an die Universität Heidelberg haben wir auch von wissenschaftlicher Seite beste Voraussetzungen, ein überregional erfolgreiches Zentrum für Neurochirurgie zu etablieren.“ Dazu zählt nicht nur der Ausbau der Neurochirurgischen Klinik und die Erweiterung des neurochirurgischen Behandlungsspektrums, sondern auch die interdisziplinäre Vernetzung mit Nachbardisziplinen. Auch für die Lehre in Mannheim findet Professor Hänggi lobende Worte: „Der sehr erfolgreiche Modellstudiengang MaReCuM bietet aus meiner Sicht beste Voraussetzungen, exzellente Nachwuchskräfte heranzubilden. Ich werde mit eigenen Lehrkonzepten dazu beitragen, dass die Neurochirurgie von den Studierenden nicht als exotisches ‚Randfach‘ betrachtet wird, sondern als das was sie ist: Ein interessantes Fachgebiet, das in viele andere, auch allgemeinmedizinische Bereiche hineinspielt.“

Vorgänger von Professor Hänggi als Klinikdirektor und Lehrstuhlinhaber an der Universitätsmedizin Mannheim war Professor Dr. med. Peter Schmiedek. Mit Erreichen der Altersgrenze ging Professor Schmiedek 2008 in den Ruhestand. Von 2013 bis 2015 übernahm er noch einmal kommissarisch die Leitung der Klinik.

Die Neurochirurgische Universitätsklinik verfügt über zwei Stationen mit insgesamt 48 Betten sowie eine interdisziplinär geführte Intensivstation. Zum Behandlungsspektrum gehören beispielsweise die Hirn-, Rückenmarks- und Nervenchirurgie, Operationen bei Bewegungsstörungen, Band-scheibenvorfällen und Tumorerkrankungen des Gehirns oder Rückenmarks sowie Schmerzeingriffe.

Die wissenschaftlichen Tätigkeiten von Professor Hänggi sind mit seinen klinischen Schwerpunkten verknüpft. Im Bereich der vaskulären Neurochirurgie erforscht er vor allem zerebrale Aneurysmen, also Aussackungen der Gefäßwand von Hirnarterien, die zu lebensbedrohlichen Einblutungen in das Gehirn führen können, wenn sie reißen. Des Weiteren widmet er sich der Erforschung neuroonkologischer Behandlungskonzepte von Tumoren bei Erwachsenen und Kindern sowie neuer Konzepte zur operativen Behandlung von Bewegungsstörungen.
 

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