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Auf neuen Wegen zur optimierten Ernährungstherapie

27.02.2013 -

Auf neuen Wegen zur optimierten Ernährungstherapie. Aktuelle Studien zeigen, dass mit einer zielorientierten, optimierten Ernährung über die reine Deckung des Energiebedarfs hinaus der klinische Verlauf bei verschiedenen Patientengruppen entscheidend beeinflusst werden kann.
Dennoch haben ernährungstherapeutische Maßnahmen im Rahmen der klinischen Therapie noch nicht den entsprechenden Stellenwert.

Vor allem der enorme Zeitdruck macht es für viele Ärzte schwierig, sich mit diesem Thema intensiv zu beschäftigen bzw. die auf der eigenen Station durchgeführten ernährungstherapeutischen Maßnahmen zu aktualisieren.
Fresenius Kabi unterstützt daher die von Experten auf dem Gebiet der Ernährungstherapie entwickelten Klinischen Pfade, die eine nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen optimierte Ernährungstherapie und ein zeiteffizientes, standardisiertes und dennoch flexibles Vorgehen in sich vereinigen.
Mit Hilfe dieser Klinischen Pfade wird die Qualität der Ernährungstherapie gesichert und optimiert. So kann mit einem verbesserten Ernährungsstatus die Grundlage für den Erfolg der gesamttherapeutischen Maßnahmen gelegt werden.
Rationale für die Erarbeitung von Expertenstandards ist die Tatsache, dass derzeit nicht für alle Bereiche der Ernährungstherapie eine ausreichende Anzahl an Studien mit hoher Datenqualität verfügbar ist.
Dort, wo EBM-basierte Daten fehlen, werden daher von Experten auf der Basis vorhandener Daten und eigener Erfahrung Therapiestandards entwickelt, die regelmäßig reevaluiert werden. Die Einführung solcher ernährungstherapeutischer Standards auf z.B. Intensivstationen führte im Rahmen der multizentrischen, randomisierten ACCEPT-Studie in kanadischen Kliniken zu einer signifikanten Verbesserung des Patientenoutcomes (Reduktion der intrahospitalen Mortalität, Verkürzung des Aufenthaltes auf der Intensivstation bzw. im Krankenhaus) (s. Abb.).
Der im Februar auf dem Bremer Intensivsymposium vorgestellte innovative Therapiestandard legt erstmals neben der reinen Zufuhr von Energie- und Stickstoffträgern auch die Versorgung mit Schlüsselsubstraten der Pharmaconutrition fest.
Eine frühzeitige, kombinierte enterale und parenterale Ernährung ist immer dann indiziert, wenn das Kalorienziel mittels enteraler Ernährung alleine nicht erreicht werden kann. Eine negative kumulative Energiebilanz soll hiermit vermieden werden, da diese den klinischen Verlauf bei kritisch kranken Patienten signifikant verschlechtert.
Mit der kompartimentfokussierten enteralen und parenteralen Gabe von Schlüsselsubstraten wie Glutamin oder Omega-3-Fettsäuren kann zudem eine Modulation der Immunantwort, der Schutz vor proinflammatorischen Mediatoren und die Sicherstellung der Integrität und Funktion intestinaler und extraintestinaler Organe erreicht werden.
Die einzusetzenden enteralen und parenteralen Nährlösungen sollten sowohl bezüglich ihrer Zusammensetzung als auch des Energiegehalts äquivalent sein, um den Anwendern eine einfache Berechnung und flexible Anpassung der jeweiligen Zufuhrmengen an die gastrointestinale und metabolische Toleranz zu ermöglichen.
Wichtiger Bestandteil des neuen Konzeptes ist die gemeinsame Umsetzung durch Ärzte und Pflegekräfte. Während der Arzt über den Zielwert für die Energie- und Stickstoffzufuhr, den Applikationsweg und die Durchführung einer Pharmaconutrition entscheidet, sind die Pflegekräfte für die engmaschige Überwachung der gastrointestinalen und metabolischen Toleranz und die entsprechende Anpassung des Ernährungsregimes verantwortlich.
Die von führenden Experten entwickelten Ernährungsstandards für verschiedene Patientenkollektive werden zurzeit in Zusammenarbeit mit Fresenius Kabi auf verschiedene Kliniken übertragen und der Effekt o.g. Ernährungstherapie wird überprüft.

Kontakt:
Fresenius Kabi Deutschland GmbH,
Bad Homburg
Tel.: 06172/686-8200
Fax: 06172/686-8239
kundenberatung@fresenius-kabi.de
www. fresenius-kabi.de

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