Gesundheitsökonomie

Der K online Kongress: Prof. Dr. Rolf Engelbrecht im Interview

27.09.2012 -

Der K online Kongress: Prof. Dr. Rolf Engelbrecht im Interview. Auf der Systems (München, 26. bis 27. Oktober) widmet sich der 11. „K online Kongress“ aktuellen Aspekten und Trend-Themen zur Technologie im Gesundheitswesen. M & K sprach mit Prof. Dr. Rolf Engelbrecht vom GSF, Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, Neuherberg, Leiter des Kongresses. Die Veranstaltung findet wieder unter der Schirmherrschaft von Christa Stewens statt, die als bayerische Staatsministerin besonderes Interesse am Einsatz von IT hat.

Management & Krankenhaus: Herr Professor Engelbrecht, Sie haben drei Themen auf dem 11. K online Kongress in den Mittelpunkt gestellt. Warum haben Sie sich die Aspekte RFID, mobile Lösungen und verteilte Informationssysteme als Themen ausgesucht?

Rolf Engelbrecht: RFID haben wir gewählt, da die Patientenversorgung mit modernen Technologien einfacher und sicherer gemacht werden kann und damit auch Einsparpotentiale verbunden sind. Die einwandfreie Identifikation von Objekten ist auch in der Medizin wichtig. Klebeetiketten mit Barcode waren IDWerkzeuge in Krankenhäusern. Sie werden in Zukunft durch neue Technologien abgelöst, die wir im Seminar vorstellen. Dazu gehören biometrische Verfahren z.B. als Ergänzung von Arztausweisen, RFID-Chips zur Identifikation von Sachen und Personen.

Management & Krankenhaus: Sie laden jedes Jahr eine Arbeitsgruppe unserer Fachgesellschaft GMDS ein, ein Seminar zu gestalten.

Rolf Engelbrecht: Mobile Computing ist diesmal ein weiteres zentrales Thema und wird vom AG-Leiter Prof. Dr. Eymann moderiert. Der Mobilität von Arzt und Patient steht häufig ein stationäres medizinisches Informationssystem gegenüber. Sowohl der Krankenhausarzt als auch der niedergelassene Arzt sind hochgradig mobil. Medizinisches Personal bewegt sich ständig zwischen dem Bett des Patienten im Krankenhaus und Zuhause, Untersuchungszimmern, Notfallambulanzen, Rettungswagen und Verwaltungseinheiten. Mobile IT-Endgeräte (PDA, MDA, Palmtop, Smartphones, Wearables) bieten hier die Möglichkeit, die beteiligten Workflows entsprechend anzupassen. Unser Seminar wird daher die Grundsätze des Mobilen Computings und seine Anwendungsmöglichkeiten im Gesundheitswesen aufzeigen.

Management & Krankenhaus: Was stellen Sie im Forum „eHealth“ vor?

Rolf Engelbrecht: Hier geht es um Beispiele und Rahmenbedingungen für den erfolgreichen Einsatz von IT im Gesundheitswesen. Die Basis der zukünftigen Entwicklungen ist die elektronische Patientenakte; doch eine Standardisierung ist notwendig, um die Interoperabilität zu erleichtern. Wir präsentieren zunächst den aktuellen Stand, insbesondere den europäischen CEN Standard, der beste Chancen hat, ein weltweiter Standard zu werden. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, die Auswirkungen der Umstellung auf einen neuen Standard vorab zu kennen. Hier wird das österreichische Gesundheitswesen als Modell genommen. Die Ergebnisse des europäischen eHealth-Impact Projektes geben Hinweise für die erfolgreiche Gestaltung von medizinischen Informationssystemen oder ihren Komponenten.

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