Gesundheitsökonomie

Hamburgische Krankenhausgesellschaft: Jürgen Abshoff verlässt Geschäftsführung

12.02.2012 -

Hamburgische Krankenhausgesellschaft: Jürgen Abshoff verlässt Geschäftsführung. Jürgen Abshoff (62), erster hauptamtlicher Geschäftsführer der Hamburgischen Krankenhausgesellschaft (HKG), ist im März auf einem Empfang der Hamburgischen Krankenhausgesellschaft offiziell verabschiedet worden. In ihren Ansprachen würdigten hochkarätige Redner die vielfältigen Verdienste Abshoffs, der bald 23 Jahre das Amt des HKGGeschäftsführers innehatte. Gleichzeitig begrüßten die bald 200 Gäste aus der Gesundheitsbranche, Politik und Wirtschaft die neue HKG-Geschäftsführerin Dr. Claudia Spenk.

In ihrer Begrüßung würdigte die 1. Vorsitzende der HKG, Julia Kähning, den scheidenden Geschäftsführer als „immer kompetent, engagiert und mit klaren Positionen.“ Es sei das besondere Verdienst von Herrn Abshoff, die HKG-Geschäftsstelle erst aufgebaut und dann an die sich ständig wechselnden Veränderungen stets optimal angepasst zu haben. So habe die HKG eine schlagkräftige Interessenvertretung der Hamburger Krankenhäuser werden können. Kähning: „Durch seinen Einsatz hat er maßgeblich dazu beigetragen, dass die HKG heute als gewichtiger Player in der Gesundheitspolitik dieser Stadt und darüber hinaus wahrgenommen wird.“ Mit Dr. Spenk sei eine gleichfalls kompetente und vielseitige Nachfolgerin gefunden worden, die von den Hamburger Krankenhäusern herzlich willkommen geheißen werde. Jürgen Abshoff hat als erster hauptamtlicher Geschäftsführer der Hamburgischen Krankenhausgesellschaft deren Arbeit in den letzten fast 23 Jahren maßgeblich mitgestaltet. 1984 wurde er aus Düsseldorf, wo er das Amt eines Geschäftsführers in der Deutschen Krankenhausgesellschaft innehatte, nach Hamburg gerufen.

Binnen kürzester Zeit gelang ihm der Aufbau einer sehr schlagkräftigen Geschäftsstelle, die seither aus der Krankenhauspolitik der Medizinmetropole nicht mehr wegzudenken ist. Neben der Wahrnehmung gesetzlicher Aufgaben wie etwa der Aushandlung des landesweiten Basisfallwertes oder der Krankenhausplanung vertritt die HKG die Belange ihrer 38 Mitgliedskrankenhäuser praktisch auf allen Feldern der Krankenhauspolitik. 1992 wurde unter der maßgeblichen Mitwirkung des HKG-Geschäftsführers in Hamburg die Externe Qualitätssicherung der Krankenhäuser als gemeinsames Projekt von Kliniken, Krankenkassen und der Ärztekammer Hamburg ins Leben gerufen. Die Projektgeschäftsstelle liegt ebenfalls bei der HKG und untermauert die bundesweit nach wie vor führende Rolle Hamburgs bei der Qualitätssicherung der Krankenhäuser. 1996 rief Abshoff mit der Firma quant GmbH eine HKG-Tochter ins Leben, die seither sehr erfolgreich bundesweit vor allem Qualitätssicherungs- und Benchmarkprojekte durchführt. Abshoff ist Vorsitzender des Kuratoriums der Externen Qualitätssicherung in Hamburg sowie Vorsitzender des Aufsichtsrates der quant GmbH.

Auch bei der Öffnung Hamburgs für den internationalen Gesundheitsmarkt spielte die HKG unter der Führung ihres Geschäftsführers eine tragende Rolle: 2003 und 2004 vertrat die HKG die Interessen ihrer Mitgliedshäuser auf der weltweit zweigrößten Medizinmesse in Dubai/VAE, der „Arab Health“; Kooperationsabkommen insbesondere mit dem Sultanat Oman und der Republik Tunesien wurden durch die HKG mit Leben gefüllt. Auf Bundesebene setzte sich Abshoff sehr frühzeitig für die Ablösung des damaligen Selbstkostendeckungsprinzips durch ein leistungsorientiertes Finanzierungssystem für die Krankenhäuser ein. Bei der Einführung des DRG-Systems auf Bundesebene im Jahre 2000 spielte die HKG eine Vorreiterrolle und bestimmte die Diskussion auch durch Abshoff als Mitglied im Vorstand und langjährigem Mitglied im Finanzierungsausschuss der DKG. Derzeit ist Abshoff Mitglied im Präsidium der Deutschen Krankenhausgesellschaft. Dr. Claudia Spenk wurde in Braunschweig geboren und wuchs dort auf. Nach einem Jahr Studium der Orchestermusik an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover wechselte sie 1984 zum Medizinstudium an der dortigen MHH.

Nach dem Studium folgten Tätigkeiten als Ärztin in verschiedenen Krankenhäusern. Neben ihrer Tätigkeit als Gutachterin des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung in Bremen absolvierte sie ein berufsbegleitendes Studium der Betriebswirtschaftslehre, das sie 2000 abschloss. 1998 bis 2001 war sie Projektleiterin im Krankenhausbereich bei der Techniker Krankenkasse in Hamburg, von 2001 bis 2003 nahm sie das Amt der Abteilungsleiterin Versorgungsmanagement beim BKK Bundesverband in Essen wahr. 2004 folgte Elternzeit und freiberufliche Tätigkeit. 2005 übernahm Frau Dr. Spenk die Geschäftsführung der Dienstleistungsgesellschaft der Hessischen kommunalen Krankenhäuser GmbH, Hofheim am Taunus. Am 1. April 2007 folgt sie Jürgen Abshoff als Geschäftsführerin der Hamburgischen Krankenhausgesellschaft nach.

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