„medicum“ in Wiesbaden: Facharztzentrum-Kompetenz und Krankenhaus-Stärke

  • Links: Karl-Josef Schmidt, Geschäftsführer des St. Josefs-Hospitals Wiesbaden Rechts: Dr. Eckart Listmann, Internist, „medicum – Facharztzentrum Wiesbaden“ Links: Karl-Josef Schmidt, Geschäftsführer des St. Josefs-Hospitals Wiesbaden Rechts: Dr. Eckart Listmann, Internist, „medicum – Facharztzentrum Wiesbaden“

„medicum“ in Wiesbaden: Facharztzentrum-Kompetenz und Krankenhaus-Stärke. In Wiesbaden setzt das St. Josefs-Hospital neue Maßstäbe in der Patientenversorgung.
Mit dem Bau eines modernen Facharztzentrums ist die Grundlage für ein zukunftsfähiges Modell der innovativen und effektiven Patientenversorgung verwirklicht worden.
Im Juni wurden die Räumlichkeiten vom Bauherrn St. Josefs-Hospital an die rund 40 niedergelassenen Fachärzte offiziell übergeben.

Das „medicum Facharztzentrum Wiesbaden“ vereint 15 medizinische Fachdisziplinen unter einem Dach, mit dem Ziel der Spitzenversorgung durch Kooperation und Anbindung an das Krankenhaus.
Exklusivität steht dabei nicht zur Debatte – „gemeinsam, aber eigenständig“ lautet das Motto für die Struktur des Zentrums.
Der Geschäftsführer des St. Josefs-Hospitals und Initiator des Projekts, Karl-Josef Schmidt, erklärt: „Wir haben bewusst nach einer Möglichkeit gesucht, die sowohl Kooperation als auch Eigenständigkeit verbindet.
Ein bereits bekanntes Modell wie ein medizinisches Versorgungszentrum kam deshalb weder für uns als Bauherrn und Klinikbetreiber noch für die niedergelassenen Fachärzte in Frage, die alle über bereits langjährig etablierte Praxen verfügen.
Wir gehen also neue Wege.“
Die Fachärzte werden Synergien untereinander und mit dem angrenzenden St. Josefs-Hospital nutzen, arbeiten aber weiterhin in eigener Regie. „In dieser Konstellation können wir ambulante und stationäre Versorgung sinnvoll miteinander vernetzen.
Das „JoHo“ ist auf zwei Ebenen mit dem Facharztzentrum verbunden, räumlich und auch virtuell. Befunde aus der Radiologie beispielsweise können so schneller in der jeweiligen Praxis sein als der Patient“, so Schmidt zu den neuen Möglichkeiten, die auch elektronischen Datenaustausch beinhalten werden.
Circa 13 Mio. € investierte das Krankenhaus in den 5.000 m² großen Bau. Neben Facharztpraxen wurden auch Räumlichkeiten für eine Apotheke und ein Sanitätshaus vorgesehen.
Eine Cafeteria und Parkmöglichkeiten in der dringend benötigten Tiefgarage runden das Service- Angebot ab.


„Gemeinsam haben wir uns dieses Projekt über einen langen Zeitraum erarbeitet“, unterstreicht Dr. Eckart Listmann, Internist und Motor der medicumÄrzte.
„Die Facharztpraxen konnten ihre eigenen Vorstellungen in den individuellen Ausbau der Praxisräume einfließen lassen.“

Verzahnung verringert Aufwand
Gelebte Kooperation braucht Transparenz und Austausch nicht nur untereinander, sondern vor allem in Richtung Patient.
Die Verknüpfung aller wichtigen Disziplinen soll die Beratung und Diagnostik verbessern – auch durch Vermeidung von Mehrfachuntersuchungen – und die Abwicklung beschleunigen.
Auch die Wiesbadener Hausärzte profitieren von dem Facharztzentrum: „Die Diagnostik erfolgt schnell und in Absprache mit dem zuweisenden Hausarzt interdisziplinär“, fasst der Urologe Dr. Michael Weidenfeld zusammen, der gemeinsam mit Dr. Listmann die Geschäfte der medicum GbR als handlungsfähige Einheit führt.
Dieses Modell ermöglicht u. a. Verträge mit Kassen und Leistungserbringern sowie die Schaffung einer Einkaufsgemeinschaft und eine professionelle identitätsstiftende Darstellung in der Öffentlichkeit – etwa in Form eines ausgereiften Corporate Designs, bis hin zum Logo im Steinfußboden des Eingangsbereichs, und kommunikativer Maßnahmen wie Medien-, Branchen- und Publikumsevents.
Patienten äußerten sich bisher positiv zu dem Umzug in die neuen Räume, in denen einige Praxen bereits in Betrieb gegangen sind, während andere noch ihren individuellen Ausbau vollenden.
Dr. Weidenfelds Fazit: „Ich bin total begeistert von dem Projekt – weil einfach alle Beteiligten großen Nutzen haben.“
Dr. Listmann: „In welche Richtung auch immer die Gesundheitspolitik sich bewegen wird – ob MVZ, Poliklinik, Integrierte Versorgung oder fachübergreifende Praxisgemeinschaften – das medicum ist für die Zukunft gerüstet.“

Michael Reiter

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