Mehr Frauen an die Spitze: Mentoring-Programm wird fortgesetzt

EU-Projekt zieht positive Zwischenbilanz / 33 „Tandems“ arbeiten zusammen

  • Hoch motiviert und erfolgreich: Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Mentoringprogramms im Hörsaal des KRH Klinikums NordstadtHoch motiviert und erfolgreich: Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Mentoringprogramms im Hörsaal des KRH Klinikums Nordstadt

Das vom Europäischen Sozialfond geförderte Projekt „Fachkräftesicherung durch Gleichstellungspolitik im Krankenhaus“ geht auch nach Ende der Projektlaufzeit im April 2020 im KRH weiter. Mit dieser frohen Botschaft erfreute KRH-Geschäftsführer Michael Born die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projektes, die jetzt bei einer Fachveranstaltung im Hörsaal der Neurochirurgie des KRH Klinikums Nordstadt eine Zwischenbilanz ihrer Arbeit zogen. Kern des   Projektes, an dem die gesamte Geschäftsführung teilnimmt, ist ein Mentoringprogramm, bei dem Ärztinnen, die Führungspositionen anstreben (Mentees), von erfahrenden Leitungskräften (Mentorinnen und Mentoren) begleitet und unterstützt werden. Einige Mentees haben es schon während des Projektverlaufes geschafft, auf der Karriereleiter aufzusteigen.

Wie erfolgreich und hoch motiviert die insgesamt 33 „Tandems“ zusammenarbeiten, konnte man im Hörsaal erleben. So habe zum Beispiel Mentee Vera Sophia Keimer (Unfallchirurgie u. Orthopädie, Nordstadt), die mit ihrem Baby im Hörsaal war, von ihrem Mentor Dr. Joachim Stein (Chefarzt Urologie, GBW) wertvolle Hilfe bekommen, wie der Wiedereinstieg nach einer Familienphase gelingen kann. Dr. Stein sei dem Programm gegenüber zunächst etwas skeptisch gewesen, doch der Austausch mit der engagierten Kollegin habe ihn überzeugt: „Wir stehen nicht als Tandem, sondern zu dritt auf der Bühne.“ Mentee Wiebke Brackhahn (Qualitätsmanagementbeauftragte, Anästhesistin, Agnes Karll Laatzen), die mit Dr. Antje Hoffmann (Ärztliche Direktorin KRH Ost) ein Tandem bildet, sieht sich durch das Projekt bestärkt und befähigt, ihre Position als leitende QMB erreicht zu haben. Weiteres Beispiel: Mentee Dr. Monika Heilmann (Pneumologie, Siloah) bildet mit Jan Christof Glöer (bis Oktober 2018 Bereichsleiter Organisations- und Unternehmensentwicklung, derzeit Chef eines vor allem in Südosteuropa tätigen Gesundheitsunternehmens mit Sitz in Malta) ein internationales Mentoringtandem. Bei der Weiter-entwicklung moderner Strukturen mit vernetzten stationären und ambulanten Strukturen profitiere sie von den reichen Erfahrungen Glöers, so Heilmann.

KRH Geschäftsführer Born bedankte sich bei allen Beteiligten für ihr Mittun bei dem Projekt, das vom Gleichstellungsreferat organisiert wird.

Neben dem Mentoringprogramm hat das Projekt weitere Bausteine, zu denen die Befassung mit neuen Arbeitszeitmodellen und die Sensibilisie-rung von Führungskräften zu Gender, Diversity und Vereinbarkeit gehören.

Zwei gehaltvolle und anregende Fachvorträge ergänzten die Mentoring-Bilanz: Prof. Jan Schilling (Kommunale Hochschule für Verwaltung in Niedersachsen) referierte zum Thema „Schlechte Menschen machen gemeine Dinge? – Despotische Führung und organisationaler Zynismus: Ursachen, Wirkungen und Maßnahmen“, Prof. Dr. Kai G. Kahl, Oberarzt in der Klinik für Sozial-psychiatrie und Psychotherapie der MHH, sprach über „Neurobiologie im Krankenhaus“. Als „Bonbon“ gab es zudem ein kulturelles Highlight. Die Poetry-Slamerin Lippi Punkstrumpf trug ihre „Mussallergie“ vor (https://www.youtube.com/watch?v=QqQLek0Zx8U)

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KRH Klinikum Region Hannover
Stadionbrücke 6
30459 Hannover
Telefon: 05119066500

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