Gesundheitsökonomie

Thrombininhibitor Argatroban: innovative Therapieoption bei HIT II

29.12.2011 -

Thrombininhibitor Argatroban: innovative Therapieoption bei HIT II. Die heparininduzierte Thrombozytopenie Typ II (HIT II) ist eine schwerwiegende Komplikation der Heparingabe, die zu lebensbedrohlichen thromboembolischen Komplikationen, wie beispielsweise Schlaganfall, Herzinfarkt oder Lungenembolie führen kann. Bei der klinischen Verdachtsdiagnose der HIT II ist eine sofortige Umstellung von Heparin auf ein alternatives Antikoagulanz angezeigt. Mit dem Wirkstoff Argatroban (Argatra) bietet Mitsubishi Pharma Deutschland jetzt eine weitere Therapieoption an, die wirksam, sehr gut steuerbar und mit einem sehr günstigen Sicherheitsprofil verbunden ist.

Bei bis zu 5 % der mit unfraktioniertem Heparin behandelten Patienten muss mit einer HIT II – möglicherweise einhergehend mit thromboembolischen Komplikationen – gerechnet werden. Diese unerwünschte Wirkung von Heparin ist mit einer hohen Amputationsrate sowie einer hohen Mortalität assoziiert. Daher erfordert die klinische Diagnose der HIT II eine Umstellung auf ein alternatives parenterales Antikoagulanz. Für diese Indikation bietet Mitsubishi Pharma Deutschland eine Alternative zu Heparin an: Argatra (Argatroban). Argatroban ist ein vollsynthetischer direkter Thrombininhibitor mit geringem Molekulargewicht, das spezifisch und reversibel an das katalytische Zentrum des Thrombin bindet. In therapeutischen Dosen hat der Thrombininhibitor einen nur geringen bzw. keinen Effekt auf verwandte Serin-Proteasen wie Trypsin, Faktor Xa, Plasmin oder Kallikrein. Argatroban hemmt sowohl das fibringebundene als auch das freie Thrombin. Die Hemmung des fibringebundenen Thrombins reduziert das weitere Wachstum bestehender Thromben.

Klinische Vorteile

Das pharmakologische Profil von Argatroban bietet eine Reihe klinischer Vorteile: Die Substanz wird hauptsächlich über die Leber verstoffwechselt; damit ist eine Anwendung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion ohne initiale Dosisanpassung möglich. Patienten mit milder bis mäßiger Leberfunktionsstörung bedürfen einer reduzierten Startdosierung während bei schwerer Leberfunktionsstörung der Einsatz von Argatroban kontraindiziert ist. Die sofortige Umstellung auf den Thrombininhibitor sollte sofort aufgrund des klinischen Bildes des Patienten erfolgen. Durch die intravenöse Gabe und die direkte Inhibierung von Thrombin wird ein rascher Wirkungseintritt erreicht, der zu einem Steady-state nach in der Regel einer bis maximal drei Stunden führt. Die kurze Halbwertszeit von Argatroban (terminale HWZ: 52 ± 16 Minuten) in Kombination mit der reversiblen Bindung an Thrombin führen nach Therapieende zu einem schnellen Abklingen der gerinnungshemmenden Wirkung.

Die Substanz

Argatroban ist eine niedermolekulare Substanz, die von der Aminosäure Arginin abgeleitet ist und keine Ähnlichkeit mit der Molekülstruktur von Heparinen oder Heparinoiden aufweist. Klinische Untersuchungen sowohl an gesunden Probanden als auch an Patienten belegen, dass bei klinischer Anwendung keine Bildung von Antikörpern, welche die gerinnungshemmende Wirksamkeit beeinträchtigen, auftrat. Ebenso sind keine Kreuzreaktionen mit heparininduzierten Antikörpern zu erwarten. Seit 1990 wurden weltweit über 350.000 Patienten mit Argatroban in verschiedenen Indikationen behandelt. In Deutschland und Österreich ist der Thrombininhibitor seit 2005 zugelassen und wird unter dem Namen Argatra von Mitsubishi Pharma Deutschland vermarktet.

Das Unternehmen

Mitsubishi Tanabe Pharma Corporation ist ein forschendes Pharmaunternehmen, dessen Hauptsitz sich in Osaka und Tokyo, Japan, befindet. Es hat sich zum Ziel gesetzt, weltweit forschungsorientierte Aktivitäten zu entwickeln, um kontinuierlich innovative Präparate anzubieten, die globale Marktbedürfnisse erfüllen. Mitsubishi Pharma Deutschland mit Sitz in Düsseldorf ist die erste Landesvertretung von Mitsubishi Tanabe Pharma Corporation, die außerhalb Asiens Produkte aus der eigenen Forschung in den Markt bringt.

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