16 Thesen für eine bessere Vernetzung im Gesundheitswesen

Einheitlich und kompatibel

  • Sebastian Zilch, Geschäftsführer des bvitg Foto: bvitgSebastian Zilch, Geschäftsführer des bvitg Foto: bvitg

In einem neuen Diskussionsbeitrag unterstreicht der Bundesverband Gesundheits-IT (bvitg) die Notwendigkeit einheitlicher Standards für eine erfolgreiche Digitalisierung im Gesundheitswesen und fordert einen konstruktiv-sachlichen Dialog mit Selbstverwaltung und Politik.

Die Digitalisierung kennt keine Grenzen – sondern ist ganz im Gegenteil auf eine system- und sektorübergreifende Vernetzung angewiesen, um ihr volles Potenzial zu entfalten. Damit diese Interoperabilität möglich wird, braucht es für alle Beteiligten verbindliche, eindeutige Vereinbarungen und Regeln.

„Zwar bietet Interoperabilität auch im Gesundheitsbereich große Potenziale, wird allerdings häufig interessengetrieben interpretiert und soll teils überladene Anforderungen erfüllen“, erklärt Sebastian Zilch, Geschäftsführer des bvitg. „An erster Stelle brauchen wir deshalb Klarheit darüber, wie eine vernetzte Versorgung hierzulande aussehen soll. Darauf aufbauend muss dann eine entsprechende eHealth-Strategie ausgearbeitet werden, die eindeutige und planbare Ziele vorgibt.“

Welche konkreten Schritte im deutschen Gesundheitssystem folgen müssen, hat der bvitg unter dem Titel „Voraussetzungen für eine vernetzte Versorgung“ anhand von insgesamt 16 Thesen in einem Diskussionsbeitrag zusammengefasst. Darin fordert der Verband unter anderem:

  • Eine allgemeine Verpflichtung zur Nutzung verfügbarer, nach Möglichkeit praxiserprobter Standards auf der Basis internationaler Erfahrungswerte
  • Ein verbindliches Bekenntnis der Politik zur Standardisierung – auch ausgedrückt durch eine finanzielle Förderung von Standardisierungsorganisationen
  • Im Sinne der Praxisorientierung: Eine Stärkung der operativen Ebene der gematik gegenüber der Gesellschafterversammlung sowie eine vermehrte Einbeziehung von Industrie und Standardisierungsgremien
  • Die Etablierung von Anreizmodellen für die strukturierte Erfassung und den Austausch von Daten
  • Für eine einheitliche Richtung in Sachen Digitalisierung: Die Einrichtung einer Koordinierungsstelle eHealth und darauf aufbauend eine nationale eHealth-Strategie

Die gesamte Publikation steht auf der bvitg Website zum kostenlosen Download zur Verfügung.

4.

Deutscher Interoperabilitätstag (DIT)

Das Thema Interoperabilität steht auch am 23. Oktober beim 4. Deutschen Interoperabilitätstag (DIT) im Mittelpunkt. Beim Gipfeltreffen der deutschen Standardisierungs-Community diskutieren führende Persönlichkeiten aus Politik und Selbstverwaltung, Industrie sowie Anwender zu aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen zur Schaffung von Interoperabilität in der Gesundheitsversorgung. Mit dem diesjährigen Motto „Benehmt Euch!" wird dabei vor allem die Umsetzung des aktuellen Prozesses zur Herstellung des Benehmens zur Interoperabilität der ePA im Mittelpunkt stehen.

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Bundesverband Gesundheits-IT bvitg
Friedrichstraße 200
10117 Berlin
Germany
Telefon: +49 30 2062258 18
Telefax: +49 30 2062258 69

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