IT & Kommunikation

2. Kongress für Healthcare Performance Management in Ludwigshafen

09.02.2012 -

2. Kongress für Healthcare Performance Management in Ludwigshafen. Niemand würde auf die Idee kommen, ein Auto durch Konzentration auf den Rückspiegel voranzubewegen. Ebenso wenig würde er oder sie allein aufgrund des aktuellen Kilometerstands die Zeit bis zum Ziel berechnen. Stattdessen nutzt man den Tachometer, Hinweisschilder und Navigationssysteme, um auf dem schnellsten Weg am richtigen Ort anzukommen.

In vielen Unternehmen, genauer gesagt: in nahezu allen Unternehmen ist das aber nicht so. Gesteuert wird in der Regel auf Basis vergangenheitsorientierter Daten. Und gemessen wird in diesem Kontext nur, was sich leicht messen lässt. Der Fokus der Anstrengungen zur Leistungsverbesserung ist denn auch nahezu ausschließlich auf die Prozesse gerichtet. Und wenn deshalb strategische Ziele nicht erreicht werden, korrigiert man diese eben.

In Kliniken und anderen Einrichtungen der Gesundheitsbranche ist dies nicht anders. Vor diesem Hintergrund veranstalten der Landesverband Rheinland-Pfalz und Saarland der Klinikdirektoren Deutschland gemeinsam mit dem Institut für Managementinformationssysteme und Management & Krankenhaus am 17. April in Ludwigshafen den zweiten Kongress zur leistungsorientierten Steuerung von Gesundheitsunternehmen.

Eingeladen zu der Veranstaltung an der Hochschule für Wirtschaft Ludwigshafen sind Topentscheider, Controller und IT-Verantwortliche aus der gesamten Gesundheitsbranche. Neben Vorträgen zur Leistungsmessung und –steuerung sowie zum Risiko- und Chancenmanagement und der dazu notwendigen Unterstützung durch die Informationstechnologie erwarten die Kongressbesucher beispielsweise auch hochinteressante Ausführungen zum Geo- Coding.

Die Teilnehmer können sich in Abhängigkeit ihrer Präferenzen und vor dem Hintergrund der in ihrem Unternehmen gerade aktuellen Aufgabenstellung zwischen parallel angebotenen Veranstaltungen mit stärkerer Management- oder ITOrientierung entscheiden. Wichtig ist den Organisatoren auch, dass es zu einem intensiven Erfahrungs- und Wissensaustausch zwischen den Vorträgen kommt und Netzwerke ausgebaut werden können.

Die Steuerung der Unternehmensleistung erfolgt nicht zuletzt deshalb häufig aus dem Bauch heraus, weil valide Daten fehlen. Das liegt insbesondere daran, dass Ursache-Wirkungsbeziehungen nur in den seltensten Fällen umfänglich bekannt sind. Dadurch schauen Manager oftmals auf die falschen Leistungsindikatoren. Erfolg lässt sich aber nur erzielen, wenn die Strategie auf die einzelnen Hierarchieebenen herunter gebrochen und anhand zukunftsgerichteter Key Performance Indikatoren auf jeder Stufe messbar gemacht wird. Bei signifikanten Abweichungen der Messgrößen von den vorher festgelegten Grenzwerten muss dann aber auch reagiert werden. Denn die Folge inkonsequenter Strategieumsetzung oder zu später Anpassung des Geschäftsmodells an Umweltveränderungen ist ein Verlust der Wettbewerbsfähigkeit. Schließlich kann Hoffen niemals Handeln ersetzen. Und Zaudern aus Unsicherheit führt schnell zur Handlungsunfähigkeit.

Das Treffen strategischer Entscheidungen ist aber nur selten ein klar definierter Akt, sondern überwiegend das Ergebnis einer Mischung aus Gefühl, Kreativität und Erfahrungswissen der Entscheider. Und dies, obwohl empirische Studien belegen, dass Unternehmen mit einem formalisierten Strategieumsetzungsprozess erfolgreicher sind. Wer seine Führungsinstrumente bisher noch nicht systematisch ausgerichtet hat, darf sich in bester Gesellschaft fühlen. Eine aktuelle, weltweit von Deloitte bei Topunternehmen durchgeführten Studie belegt, dass viele Manager im Nebel tappen, wenn es um die Steuerung der Unternehmensleistung geht und über einen eklatanten Mangel an steuerungsrelevanten Daten verfügen. Mit dem Kongress in Ludwigshafen, der für die Teilnehmer kostenlos ist, wird ein wesentlicher Schritt getan, um im Gesundheitswesen für eine Verbesserung der Situation zu sorgen.

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