E-Fallakte: Interoperabilität gewährleisten

E-Fallakte: Interoperabilität gewährleisten. Während des conhIT-Kongresses thematisierte Jan Neuhaus, Projektleiter im Bereich Gesundheitsmanagement am Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik (ISST) Dortmund die Rolle der elektronischen Fallakte (eFA) in sektorübergreifenden Prozessen. Derzeit kommunizierten niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser über die von verschiedenen Herstellern entwickelten Portale.

In Zukunft soll die komplette Behandlung eines Patienten vom primären Sektor über die Einweisung und die Behandlung im Krankenhaus bis hin zur Nachsorge über die elektronische Fallakte ablaufen, so Neuhaus. Im Unterschied zur elektronischen Patientenakte (ePA) konzentriert sich die eFA nur auf den jeweiligen Krankheitsfall, nur die zum aktuellen Behandlungsfall gehörenden Daten sind zugänglich und nicht die lebenslange Akte mit der gesamten Patientenhistorie, sagte der Projektleiter.

Das Ziel des ISST und der kooperierenden Unternehmen und Krankenhäusern sei es, technische und semantische Interoperabilität herzustellen. Alle Parteien – die Industrie, Gesundheitsversorger und das ISST – hätten sich darauf geeinigt, als Gleichberechtigte mit gemeinsamer Technik einen gemeinsamen Nutzen aus der eFA zu ziehen. Kliniken sollten nur basierend auf ihrem Versorgungsangebot miteinander konkurrieren. Elektronische Fallakten werden derzeit bereits an vielen Kliniken eingesetzt, führte Neuhaus aus: Bereits seit 2007 arbeiten die Sana-Klinken in Berlin- Lichtenberg, Stuttgart und Remscheid mit der eFA, um etwa Patienten zueinander zu überweisen. Die Asklepios- Kliniken Hamburg kommunizieren mit niedergelassenen Ärzten via elektronischer Fallakte.

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