Medizin & Technik

Jürgen Hahn im Interview: neuste Innovationen von Hitachi

29.01.2012 -

Jürgen Hahn im Interview: neuste Innovationen von Hitachi. Die Entwicklungen im Bereich Medizintechnik schreiten mit einem rasanten Tempo voran. Um im internationalen Wettbewerb mitzuhalten, sind die Unternehmen gefordert, stets die neuesten Technologien einzusetzen und innovative Produkte herzustellen. Ulrike Hoffrichter sprach mit Jürgen Hahn, Geschäftsführer Hitachi Medical Systems GmbH, Wiesbaden, über diese Herausforderung.

Management & Krankenhaus: Alles wird besser, alles wird schneller – Welchen Beitrag leistet Ihr Unternehmen zu den neuesten Entwicklungen?

Jürgen Hahn: Hitachi ist schon seit vielen Jahren wegweisend im Bereich der bildgebenden Diagnostik, sei es beim Ultraschall oder beim MRT. Unsere Innovationen bieten dem Kunden exzellente Bildqualität für maximale Information. Die Einführung der Hitachi Real-time Tissue Elastography (HI-RTE) unterstreicht unsere Position als weltweit führendes Unternehmen auf dem Gebiet der sonographischen Diagnostik. Mit diesem Tool zur Gewebedifferenzierung können Diagnosen schneller und zielsicherer erstellt werden. So werden Biopsien besser gesteuert und können teilweise sogar vermieden werden.

Mit unseren MRT-Lösungen sind wir vor allem im Bereich der offenen Systeme weltweit führend. Aber auch was geschlossene Systeme betrifft, sind wir sehr gut vertreten: Erst kürzlich haben wir unser Portfolio um ein neues Gerät, mit einer Stärke von 1,5 Tesla, erweitert.

Management & Krankenhaus: Was sind die jüngsten Produktneuheiten bzw. -weiterentwicklungen von Hitachi?

Jürgen Hahn: Vor wenigen Monaten haben wir unser neues High-End Endgerät HI VISION 900 eingeführt. Dabei handelt es sich um eine Top-Plattform für verschiedenste Anwendungsbereiche im Bereich Ultraschall. Einer unserer Schwerpunkte liegt auf dem Sektor Innere Medizin und Gastro. Natürlich ist das Gerät auch für alle anderen Applikationssegmente bestens geeignet. Das Top-Gerät hat vielfältige Möglichkeiten und lässt keine Wünsche offen.

Management & Krankenhaus: Wie reagiert Ihr Unternehmen auf den Kostendruck im Krankenhaus?

Jürgen Hahn: Uns ist bewusst, dass wir unsere führende Position nur halten können, wenn wir den Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten attraktive Finanzierungsmöglichkeiten anbieten. Daher bemühen wir uns, neue Standards zu setzen, das Angebotsspektrum zu erweitern und dies insbesondere über individuelle Leasing- und Finanzierungsmodelle wie auch Nutzungsverträge zu praktizieren. Im Rahmen unseres Technologie-Leasingprogrammes hat der Kunde z. B. die Möglichkeit, einzelne Komponenten des eingesetzten Systems in gesetzten Zeitrahmen auszutauschen und so stets up-to-date zu bleiben.

Meiner Meinung nach sind vor allem die Nutzungsverträge für unsere Kunden besonders hilfreich: Die Abrechnung erfolgt anwendungsbezogen, d.h. der Kunde zahlt die tatsächliche Nutzung des Gerätes, auf Basis von Mindestsätzen. Auf diese Weise können die effektiven Kosten effizienter kontrolliert und gesteuert werden.

Management & Krankenhaus: Welche Bedürfnisse haben die Anwender in den Krankenhäusern?

Jürgen Hahn: Für die Anwender ist es besonders wichtig, dass die Geräte vielfältig einsetzbar sind. Wenn ein Produkt von mehreren Abteilungen genutzt werden kann, so senkt dies die Kosten ungemein. Unsere Geräte haben den Vorteil, dass alle unsere Sonden mit allen Systemen kompatibel sind und die Geräte-Interfaces gleichartig aufgebaut sind. Beispielsweise kann der Anwender in der Abteilung Innere Medizin das Gerät auch in der Chirurgie verwenden. Er kann seine Spezialsonden an die gleiche Plattform anschließen und spart somit finanzielle Ressourcen, weil er sich nicht drei, vier oder fünf weitere Geräte anschaffen muss.

Auf diese Weise unterstützen wir sowohl das Kostenmanagement, als auch den effektiven Einsatz von technischem Gerät in den Kliniken. Gleichzeitig müssen sich die unterschiedlichen Anwender nicht mit verschiedenen Geräte-Interfaces vertraut machen, was sich auch im anzusetzenden Trainingsaufwand positiv bemerkbar macht.

Für die Aus- und Weiterbildung des Klinikpersonals und der niedergelassenen Ärzte haben wir in 2007 die Hitachi Medical Systems Technology Academy in Düsseldorf gegründet. Es stehen maßgeschneiderte Programme für Ärzte, Wissenschaftler, medizinisches Fachpersonal, Techniker, Manager und andere interessierende Fachkreise zur Verfügung. Ob Klinische Anwendungen, Management (MBA), Medizintechnik, Forum oder Servicethemen: Wir versuchen, diese in einem Blickwinkel von 360 ° zu sehen.

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