Marienhospital Osnabrück: Traumatisierende Defi-Schocks werden überflüssig

  • Über die Innovation informierten (von links) Prof. Dr. Peter Milberg, Dr. Helmut Bültel, Priv.-Doz. Dr. Stephan Zellerhoff, Prof. Dr. Thomas Wichter (Chefarzt Kardiologie), Prof. Dr. Alexander Mundinger (Chefarzt Radiologie) und Dr. Shahram Ramtin. Über die Innovation informierten (von links) Prof. Dr. Peter Milberg, Dr. Helmut Bültel, Priv.-Doz. Dr. Stephan Zellerhoff, Prof. Dr. Thomas Wichter (Chefarzt Kardiologie), Prof. Dr. Alexander Mundinger (Chefarzt Radiologie) und Dr. Shahram Ramtin.

Auch längeres Überleben der Patienten durch moderne 3D-Bildgebung zur Behandlung von Kammerrhythmusstörungen – MHO ist bundesweit eines der ersten Häuser mit klinischer Anwendung des neuen Verfahrens

Patienten werden durch ein neues Verfahren von teils mehrmals täglichen traumatisierenden Schocks durch implantierte Defibrillatoren erlöst. Das Marienhospital Osnabrück (MHO) der Niels-Stensen-Kliniken ist bundesweit eines der ersten Krankenhäuser mit klinischer Anwendung des neuen Verfahrens.

Das hängt damit zusammen, dass Oberarzt Priv.-Doz. Dr. Stephan Zellerhoff ein Jahr lang in der weltweit führenden Elektrophysiologie der Universitätsklinik Bordeaux (Direktor Prof. Haïssaguerre) gearbeitet und eine Kooperation mit dem MHO aufgebaut hat. Dadurch kann die Klinik für Kardiologie/Innere Medizin des Marienhospitals Osnabrück die weltweit modernste Ausstattung der Klinik auch in puncto Bildgebung mit Hilfe der Herz-MRT und -CT Untersuchung nutzen und seinen Patienten anbieten.

Hintergrund

Defi-Schocks werden bei Kammerrhythmusstörungen nötig, die lebensbedrohlich sein können und manchmal zum plötzlichen Herztod führen. Eine frühzeitige Verödung (Katheterablation) des Herzmuskelgewebes, das für die Entstehung dieser Rhythmusstörungen verantwortlich ist, kann nicht nur zu einer besseren Lebensqualität, sondern auch zu einem längeren Überleben der Patienten führen. Der Darstellung des Narbengewebes kommt dabei besondere Bedeutung zur erfolgreichen Katheterbehandlung zu. Diese wird durch die Kooperation mit der Universitätsklinik Bordeaux möglich: Die dreidimensionale Aufarbeitung dieser Bilddaten in Bordeaux erlaubt die Darstellung der individuellen Anatomie und der Narben im Herzen, die zu Rhythmusstörungen führen. Somit ist diese komplexe Katheterablation zur Behandlung kritisch kranker Patienten gezielter und effizienter auf internationalem Niveau in Osnabrück am Marienhospital möglich. 

 

 

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Marienhospital Osnabrück
Bischofsstraße 1
49074 Osnabrück
Telefon: +49 541 326 0
Telefax: +49 541 326 3001

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