Hygiene

Fortschritt in der Thrombolysetherapie: Enoxaparin reduziert Re-Infarktrate und Mortalität

06.06.2014 -

Fortschritt in der Thrombolysetherapie: Enoxaparin reduziert Re-Infarktrate und Mortalität. In der konservativen Behandlung des akuten Koronarsyndroms (instabile Angina pectoris, Nicht-QWellen- Myokardinfarkt) hat das niedermolekulare Heparin Enoxaparin bereits Vorteile gegenüber der Therapie mit unfraktioniertem Heparin (UFH) gezeigt.
Dies hat zu Therapieempfehlungen in den Leitlinien der wissenschaftlichen Fachgesellschaften geführt. In der aktuellen Extract- TIMI 25-Studie senkt Enoxaparin bei Patienten mit akutem Herzinfarkt und Thrombolyse das Risiko für Re-Infarkte oder Tod im Vergleich zu UFH signifikant um 17%.

„Der Therapienutzen, der durch Enoxaparin in der adjuvanten Thrombolysetherapie bei akutem Herzinfarkt erreicht wird, erscheint so bedeutend, dass er in die zukünftigen Leitlinien zur Reperfusionstherapie des akuten Herzinfarktes Eingang finden sollte“, erläuterte Prof. Dr. Dietrich Gulba, Düren, anlässlich der Pressekonferenz „Konservative und invasive Therapie mit Enoxaparin in der Kardiologie“ in Rahmen der 72. Jahrestagung der DGK in Mannheim.
Akute Koronarsyndrome (ACS) haben einen unklaren Ausgang und stellen deshalb eine kardiologische Notfallsituation dar.
Obwohl die Therapie des ACS in den letzten Jahren ständig verbessert wurde, zeigen die großen Register immer noch eine Sterblichkeit von 12% innerhalb von sechs Monaten. Eine weitere Optimierung der Therapie ist daher anzustreben.

Früh-invasive Therapie bei Hochrisiko ACS-Patienten
In der Synergy-Studie mit dem primären Endpunkt Tod oder nicht tödlichem Myokardinfarkt bis 30 Tage ergab sich bei Hochrisiko-ACS-Patienten mit 14,0% unter Enoxaparin vs. 14,5 % unter UFH ein Trend zugunsten von Enoxaparin.
Bei Analyse von 6.138 Patienten der Studienpopulation mit konsistenter Antikoagulation (ohne Vortherapie bzw. Vortherapie mit der Studienmedikation identisch), zeigte sich ein überlegener therapeutischer Effekt von Enoxaparin auf den primären Endpunkt (Tod oder Myokardinfarkt nach Randomisierung) mit 13,3% versus 15,9 % (relative Risikoreduktion 16,4 % p = 0,0039).
„Synergy hat deutlich gemacht, dass bei Hochrisikopatienten mit ACS ohne ST-Hebung Enoxaparin als Antikoagulans bei einer frühen Koronarintervention mindestens ebenso effektiv wie intravenöses UFH ist“, unterstrich Prof. Dr. Harald Darius, Berlin.

Antikoagulation bei ACS-Patienten nach elektiver PCI
Patienten, die sich einer nicht-notfallmäßigen perkutanen Koronarintervention (PCI) unterziehen mussten, profitierten in der Steeple-Studie von der Antikoagulation mit Enoxaparin im Vergleich zu UFH: schwere Blutungen wurden mit Enoxaparin signifikant um 57 % reduziert, und es erreichten signifikant mehr Patienten die angestrebte Antikoagulation zu Beginn und Ende der PCI im Vergleich zu UFH.
Wie Prof. Dr. Christoph Bode, Freiburg, leitender Prüfarzt für Steeple in Deutschland, feststellte, „ist Steeple eine Studie, die auch bei der Überarbeitung einer Guideline für elektive PCI diskutiert werden muss.“

Antikoagulation bei Thrombolysetherapie bei akutem Herzinfarkt
Die doppelblinde, randomisierte Multizenterstudie Extract-TIMI 25 konnte bei 20.479 Patienten mit Infarkten < sechs Stunden und Thrombolysetherapie zeigen, dass Enoxaparin in therapeutischer Dosis (bei Patienten < 75 Jahre: 30 mg i.v. Bolus gefolgt von 1,0 mg/kg alle 12 Stunden s.c.; bei Patienten > 75 Jahre: kein i.v. Bolus, 0,75 mg/kg alle 12 Stunden s.c.) als antithrombotische Begleittherapie den klinischen Gesamtnutzen der Thrombolysetherapie im Vergleich zu UFH signifikant verbessern kann: die Rate Todesfälle und nicht tödliche Re-Infarkte wurde im Vergleich zu UFH signifikant um 17 % reduziert (p = 0,0001).
Intrazerebrale Blutungen waren mit 0,7 % (UFH) und 0,8 % (Enoxaparin) in beiden Behandlungsgruppen vergleichbar.
„Hochgerechnet bedeuten diese Ergebnisse auf Deutschland bezogen mit einer geschätzten Zahl von jährlich 150.000 Infarkten bei 70 % Reperfusionstherapie, dass mit der adjuvanten Therapiestrategie mit Enoxaparin die Gesamtzahl der Therapieendpunkte (Tod, nicht tödliche Re-Infarkte, Notfall-Revacularisierung) um ca. 1.500 gesenkt werden kann“, verdeutlichte Prof. Gulba.

Kontakt:
Monika Erdmann
Sanofi-Aventis Deutschland GmbH,
Frankfurt/Main
Tel.: 069/305-84237
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Monika.Erdmann@sanofi-aventis.com
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