Labor & Diagnostik

MRSA-Screening: schnell, einfach, sicher

Im Kampf gegen Methicillin-resistente S. aureus (MRSA) gewinnen schnelle PCR-Tests zunehmend an Bedeutung, da mit ihrer Hilfe die Transmissionsrate nachweislich gesenkt werden kann.

Als häufigster Antibiotika-resistenter Erreger verursacht MRSA jedes Jahr rund 20.000 Infektionen in deutschen Krankenhäusern. Obwohl seit mehr als einem halben Jahrhundert bekannt, gehört der Wundkeim nach wie vor zu den größten Herausforderungen im Klinikalltag. Infektionen gehen mit hohen Morbiditäts- und Mortalitätsraten, langer Liegedauer und hohen Kosten einher. In der EU verursacht der Erreger jährlich Kosten von rund 380 Mio. €. Somit ist MRSA nicht nur ein ernstes medizinisches, sondern mittlerweile auch ein zentrales gesundheitsökonomisches Problem.

Schnelles Screening senkt MRSA-Transmission

Für die erfolgreiche Eindämmung von MRSA-Infektionen ist neben wirkungsvollen Hygiene- und Sanierungsmaßnahmen sowie einem kontrollierten Antibiotika-Einsatz insbesondere die Einführung eines schnellen und sicheren MRSA-Screenings von ausschlaggebender Bedeutung. Ein effizienter Screeningtest zeichnet sich aus durch eine hohe Sensitivität und Spezifität, einen geringen manuellen Aufwand in der Abarbeitung und die Geschwindigkeit bis zum Vorliegen des Testergebnisses. Zahlreiche Studien zeigen, dass die MRSA-Übertragungsrate in Kliniken durch ein schnelles PCR-basiertes Screening signifikant gesenkt werden kann. Während kulturelle Nachweisverfahren frühestens nach 24-48 Stunden ein Ergebnis liefern, erlauben molekulare Methoden bereits innerhalb weniger Stunden eine zuverlässige Aussage darüber, ob der Keim vorhanden ist oder nicht. Cunningham et al. (2007) konnten das Risiko einer MRSA-Übertragung durch den Einsatz eines PCR-Screenings um bis zu 65 % im Vergleich zu Kultur-basierten Verfahren reduzieren. Auch in der Studie um Hardy et al. (2010) konnte die Transmissionsrate durch ein PCR-basiertes Screening im Vergleich zu einer kulturellen Methode um den Faktor 1,5 gesenkt werden. Polisena et al. (2011) wiesen nach, dass der Einsatz der PCR auch die Zahl der Isolierungstage deutlich reduzieren kann.

Neuer molekulargenetischer MRSA-Direkttest

Das Testsystem FluoroType MRSA der Firma Hain Lifescience ermöglicht den sicheren Nachweis von MRSA direkt aus Abstrichen von Nase, Rachen, Haut und Wunde innerhalb von 2,5 Stunden. Über die Detektion eines MRSA-spezifischen Fragments, das weder bei MSSA noch bei koagulasenegativen Staphylokokken auftritt, weist das Testsystem den Erreger auch aus Mischbesiedlungen sicher nach.

Die Testdurchführung unterteilt sich in zwei Schritte: eine DNA-Isolierung aus dem Patientenmaterial und die anschließende Analyse im FluoroCycler. Die Abarbeitung ist einfach, da die DNA-Isolierung ohne Pipettierschritte erfolgt, ein gebrauchsfertiger Amplifikationsmix mit Taq-Polymerase bereits im Kit enthalten ist und alle weiteren Schritte vollautomatisiert im FluoroCycler ablaufen. Das Ergebnis wird mithilfe einer testspezifischen Software ausgewertet und ist auf einen Blick sichtbar. Je nach Anforderung und Probenaufkommen können bis zu 48 Proben sowohl parallel als auch zeitversetzt analysiert werden. Dadurch gewährleistet der FluoroType MRSA für kleine und größere Serienlängen eine optimale Routinetauglichkeit und wird zur Grundlage für eine zielgerichtete Therapie und ein sicheres Ausbruchsmanagement.

 

Kontakt

Hain Lifescience GmbH

Hardwiesenstr. 1
72147 Nehren

+49 7473 9451 38
+49 7473 9451 31

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