Elektromobilität und grüner Strom für die LWL-Einrichtungen im Kreis Soest

Umweltmanagement im Umbruch

  • Monika Hatscher und Jürgen Aust sind zwei der vielen Kolleginnen und Kollegen des LWL, die von dem Angebot des Gehaltsvorschusses zum Kauf eines E-Bikes Gebrauch gemacht haben. Foto: GoyMonika Hatscher und Jürgen Aust sind zwei der vielen Kolleginnen und Kollegen des LWL, die von dem Angebot des Gehaltsvorschusses zum Kauf eines E-Bikes Gebrauch gemacht haben. Foto: Goy

Die LWL-Gesundheitseinrichtungen im Kreis Soest haben sich früh mit Umweltmanagement auseinandergesetzt: Blockheizkraftwerke produzieren seit vielen Jahren an den Standorten Lippstadt und Warstein einen Teil der erforderlichen Wärme.

Der CO2-Ausstoß wurde seit 1990 bis 2018 um mehr als 50 Prozent an beiden LWL-Standorten durch zahlreiche Maßnahmen der Heizenergie-Reduzierung kontinuierlich gesenkt. Dieses Engagement wird durch den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) begleitet und überprüft. Aufgrund der Emissionsreduktionen dürfen die LWL-Einrichtungen das BUND-Gütesiegel "Energiesparendes Krankenhaus" führen und sind damit unter den 46 von ca. 2.000 Krankenhäusern in Deutschland, die dieses Siegel tragen. Sie werden deutschlandweit immer wieder als Modelleinrichtungen vorgestellt.

Zudem sind die Einrichtungen innerhalb des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) auch Vorbild, wenn es um das Thema E-Mobilität geht. Geplant ist, aus den aktuell rund 100 PKWs, Kleinbussen und vier LKWs der sieben Gesundheitseinrichtungen, eine Erhöhung der Nutzungsdichte bzw. des Auslastungsgrades zu erreichen. Hierdurch wird eine Reduzierung der Fahrzeugflotte um 25 Prozent angestrebt. Von den verbleibenden Fahrzeugen werden sukzessive zunächst 25 Prozent auf E-Motorisierung umgestellt. Die erforderliche Lade-Infrastruktur wird an den Standorten aktuell auf- und ausgebaut.

"Ziel ist es, Sonnenlicht über Photovoltaik-Anlagen einzuspeisen und unmittelbar an die Fahr-zeuge weiterzugeben, der sogenannte grüne Strom", so der Kaufmännischer Direktor, Ottmar Köck. "Ein erster Pilot mit einem E-Fahrzeug für die hauseigenen Handwerker ist sehr vielversprechend verlaufen." Förderprogramme des Bundes begleiten die Umsetzung.

Ladestationen für private E-Bikes der Beschäftigten in den Einrichtungen gibt es seit rund einem Jahr. Alljährlich von Mai bis Oktober werden die Mitarbeiter aufgerufen, den Weg zur Arbeitsstätte im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements mit dem Fahrrad zurückzulegen. An dieser Aktion nehmen regelmäßig rund 60 Beschäftigte, sowohl als Einzelfahrer wie auch als Teams, teil. Für die internen Wege auf dem Gelände wurden den Beschäftigten ebenfalls E-Bikes seitens der Einrichtungen zur Verfügung gestellt.

Um noch mehr Beschäftigte zu animieren, auf das Fahrrad umzusteigen, gewähren die Einrichtungen Gehaltsvorschüsse, um sich E-Bikes anschaffen zu können.

Davon haben bislang 20 Mitarbeiter Gebrauch gemacht. Auch die Implementierung eines E-Shuttles zwischen den Standorten Lippstadt und Warstein ist in der ersten Ausbaustufe geplant: Beschäftigte werden dann im Stundentakt zwischen den Standorten pendeln können, ohne selbst im Einzelfall ein Auto bewegen zu müssen.

 

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