Edelstahl zeigt Krankenhauskeimen die kalte Schulter

Gefährliche Keime sind in Krankenhaus und medizinischen Einrichtungen zunehmend auf dem Vormarsch. Jeder 10. Patient, der in der Europäischen Union (EU) in ein Krankenhaus eingeliefert wird, infiziert sich dort. Von diesen rund drei Millionen Menschen sterben nach aktueller Schätzung des Europäischen Center for Disease Control and Prevention 37.000 an nosokomialen Infektionen.

Bewährt in Kliniken ist Edelstahl Rostfrei mit Gütesiegel: Dauerhafte Beständigkeit gegenüber mechanischer Belastung, Desinfektions- und Reinigungsmitteln sowie die inerte, hochglatte Oberfläche des Werkstoffs begründet die nach dem Stand der Wissenschaft führende Rolle von Edelstahl in Hygiene und Gesundheitswesen. Verstärkt wird zurzeit die antibakterielle Wirkung von Kupfer als „Keimkiller" ins Feld geführt. Dabei werden jedoch nach einer neuen Studie des , Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit (IHPH) an der Universität Bonn signifikante bekannte Schwachstellen sowie bislang ungeklärte Folgen des Werkstoffs Kupfer außer Acht gelassen.

Hauptübertragungswege der gefürchteten Erreger sind der direkte Kontakt über die Hände und oft berührte Oberflächen wie Türklinken, Lichtschalter, Bettgestelle, Nachttische oder auch Sanitärarmaturen. Kennzeichnend für Edelstahl Rostfrei ist die Passivschicht. Die besonders glatte Oberfläche verhindert den Austritt von Ionen. Kupfer hingegen gibt Ionen ab. Diese wirken wie ein Antibiotikum, indem sie in die Bakterienzelle eindringen und diese zerstören können. Gegen Antibiotika bilden Bakterien gefährliche Resistenzen. Bislang ist ungeklärt, ob sie nicht analog auf Kupferionen reagieren und diese damit wirkungslos machen.

Im Krankenhaus gebräuchliche Mittel zur Reinigung oder Desinfektion greifen die inerte Oberfläche von Edelstahl Rostfrei nicht an, sodass keine Wechselwirkungen zwischen Metalloberfläche und Reinigungsmitteln auftreten. Ebenso sicher ist eine Interaktion des Werkstoffs mit der Umwelt wie die Reaktion mit Luftsauerstoff ausgeschlossen. Kupfer hingegen kann durch regelmäßige Behandlung mit den im Krankhaus in der Regel eingesetzten sauren oder oxidativen Reinigungs- und Desinfektionsmitteln anlaufen und eine grünliche Patina bilden.

Diese Veränderung führt dazu, dass die Oberfläche tatsächlich schlechter zu säubern ist und die Ionen-Durchlässigkeit und in der Folge die antibakterielle Wirkung sinkt.

Insgesamt zeigt sich, dass die robuste, inerte Oberfläche von Edelstahl Rostfrei höchsten Daueranforderungen gerecht wird. Erst die kombinierte Beständigkeit gegenüber chemischer und mechanischer Beanspruchung gewährleistet - kombiniert mit effektiven Reinigungs- und Desinfektionssystemen - dauerhaft sichere Qualität, Hygiene und Ästhetik.

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