IT & Kommunikation

Bild- und Befundkommunikation sichert hochwertige Patientenversorgung

22.11.2010 -

Die Bild- und Befundkommunikation der RoMed Kliniken (Kliniken der Stadt und des Landkreises Rosenheim GmbH) basiert auf dem im Klinikum Rosenheim in 2002 eingeführten PACS. Dieses wurde nach dem Zusammenschluss mit den Kreiskliniken in Bad Aibling, Prien am Chiemsee und Wasserburg am Inn auch in diesen Häusern ausgerollt.

Alle Häuser arbeiten mit dem Krankenhaus- und Radiologie-Informationssystem (KIS/RIS) von Siemens, in die das GEMED PACS über HL7 integriert ist. „Eventuelle Probleme bei den Schnittstellen werden mit dem Screen Reader von GEMED überbrückt", so IT-Leiter Helmut Weis. Jeder Nutzer hat mit seinem persönlichen Passwort von jedem medizinischen Arbeitsplatz aus Zugriff auf die Bilder und Befunde im PACS. Der Bildaufruf erfolgt dabei direkt fall- oder patientenorientiert aus dem KIS.

Klinikübergreifende Kommunikation sichert Patientenversorgung
Laut Prof. Dr. Gunnar Tepe, Chefarzt des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Klinikum Rosenheim, sind die Erfahrungen bisher sehr gut: „Das System läuft schnell, stabil, zuverlässig und ist leicht zu bedienen. GEMED liefert ein klassisches PACS, das den Radiologen in seiner täglichen Arbeit effektiv unterstützt, ohne ihn mit Spezialfunktionen zu überlasten, die er in der Regel nicht benötigt. Darüber hinaus hat das Unternehmen stets ein offenes Ohr für unsere Probleme und Anforderungen und erarbeitet zeitnah Lösungen."

Im Rahmen ihrer engen Zusammenarbeit tauschen die Häuser untereinander auch sehr rege Bilder aus, wozu sie über eine Richtfunkverbindung mit 200 MBit verbunden sind. Bei Verlegungen oder ärztlichen Konsilen kommt dazu der GEMED PACS Communicator zum Einsatz. Die hybride Teleradiologie unterstützt sowohl die asynchrone Übertragung von radiologischen Daten via DICOM E-Mail als auch klassische Punkt-zu-Punkt-Verbindungen. Dabei signiert die Lösung jede E-Mail. So ist sichergestellt, dass diese von einem bekannten und autorisierten Kommunikationspartner versendet wurden. Das System verschlüsselt alle Daten und schützt diese vor unberechtigten Zugriffen. Neben dem Versand und Empfang von DICOM-Bilddaten haben Anwender auch die Möglichkeit, den Befund und zusätzliche Datenanhänge, z. B. PDF oder Voicefiles, zusammen mit den Bilddaten zu kommunizieren.

Weis beschreibt ein konkretes Anwendungsszenario: „Alle RoMed-Häuser sind Mitglied in einem Traumanetzwerk. Wird ein Patient mit Polytrauma in die Kreisklinik Wasserburg eingeliefert, kann der dortige Chirurg seinen Kollegen in Rosenheim bei speziellen Fragestellungen kontaktieren und mit ihm den Fall diskutieren. Dazu müssen nun weder Menschen noch Röntgenbilder zeitaufwendig transportiert werden. Dieses Vorgehen trägt maßgeblich zu einer optimalen Patientenversorgung bei - nicht nur innerhalb des Traumanetzwerkes."

Mehr Effizienz und sichere Diagnostik
Einen weiteren Vorteil des PACS sieht er unabhängig davon: „Es gehen keine Bilder mehr verloren. Untersuchungen besagen, dass auf 20-25% analoger Bilder kein kurzfristiger Zugriff möglich ist, weil sie in der falschen Röntgentüte landen oder in einem Stapel untergehen. Das Suchen und Holen von Röntgenaufnahmen ist doch eine zusätzliche Arbeitsbelastung und heute nicht mehr nötig." Das heißt im Umkehrschluss, dass die Röntgenaufnahmen im RoMed-Verbund sicher jederzeit und überall verfügbar sind. Darin sieht auch Prof. Tepe einen wesentlichen Nutzen des PACS: „Wir erfahren damit eine große Unterstützung bei der Befundung, da die Voraufnahmen auf Knopfdruck zur Verfügung stehen. Dazu sichern die Möglichkeiten der Bildbearbeitung die Diagnostik ab und verringern die Zahl der Wiederholungsaufnahmen."

Der Chefradiologe ist überzeugt, dass die Bilderflut, die heute aus modernen radiologischen Verfahren entsteht, ohne PACS nicht mehr zu bewältigen ist. „In unserer Abteilung befundet ein Radiologe täglich 40-50 CT-Aufnahmen. Das wäre konventionell nicht machbar." Auch für die akademische Lehrtätigkeit hält GEMED ein spezielles Modul bereit, mit dem die Anwender sehr einfach und nebenbei Lehrsammlungen zusammenstellen können. Weitere Effektivitätssteigerungen verspricht sich Prof. Tepe durch die Einführung einer Spracherkennung. „Die Befunde stehen dann noch schneller zur Verfügung, da sie nicht mehr im Schreibbüro abgetippt werden müssen."

Kontakt

GEMED Gesellschaft für Medizinisches Datenmanagement mbH

Ortsstr. 59
89081 Ulm

+49 7304 9191 60
+49 7304 9191 61

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