Gemeinsame IT-Basis für Klinikverbund

Das Marienhaus Klinikum Eifel schafft eine einheitliche IT-Basis für den Klinikverbund und stellt IT-Arbeitsplätze auf virtuelle Desktops und Thin Clients um.

Als Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung versorgt die Einrichtung ca. 20.000 Patienten pro Jahr. 2011 schloss sich das Marienhaus Klinikum mit dem St. Elisabeth Krankenhaus Gerolstein zu einem Verbund zusammen. Bei der inhaltlichen Gestaltung des Verbunds ging es auch darum, die Bereiche Medizin, Pflege und Verwaltung stärker miteinander zu vernetzen.

Voraussetzung dafür war, dass im IT-Bereich sehr schnell eine gemeinsame Basis geschaffen wurde: „Wir hatten nur gut vier Monate Zeit, um die 150 IT-Arbeitsplätze in Gerolstein in unsere IT-Infrastruktur zu integrieren“, sagt Günter Eis, IT-Leiter des Standortes Bitburg. Dabei ging es vor allem darum, die Anwendungsinfrastruktur zu vereinheitlichen, die KIS-Systeme zu konsolidieren, Datenbestände zu migrieren und die Active-Directory-Strukturen zusammenzuführen.

Gemeinsame IT-Basis für Klinikverbund

Um die Anwender in Gerolstein möglichst schnell mit allen benötigten Anwendungen zu versorgen, setzte die IT-Organisation in Bitburg auf Desktop-Virtualisierung. Mit Unterstützung des IT-Partners IT-HAUS baute die Abteilung daher in kurzer Zeit eine virtuelle Desktop-Infrastruktur auf Basis von Citrix XenDesktop auf.

Die IT-Abteilung legte dafür im Vorfeld fest, welche Applikationen die Mitarbeiter aus dem medizinischen Bereich und aus der Verwaltung in ihrem virtuellen Desktop benötigen. Auf dieser Basis wurden Master-Images erstellt, die als Grundlage für die jeweiligen Benutzer-Desktops dienen. Kernapplikationen – wie den Client für das zentrale KIS iMedOne von T-Systems – installierten die IT-Spezialisten direkt in das jeweilige Master-Image.

Parallel dazu wurde im Rechenzentrum des Marienhaus Klinikum in Bitburg die Infrastruktur für die neue Technologie gerüstet. Die virtuellen Desktops laufen auf Servern von Dell, als Virtualisierungsplattform kommt VMware vSphere zum Einsatz.

Personalisierte virtuelle Desktops

Aus Benutzersicht unterscheidet sich die Arbeit mit dem virtuellen Desktop nicht von der Nutzung eines PCs mit lokal installierten Applikationen.

Der Anwender meldet sich an seinem Endgerät an und erhält sofort Zugang zu seinem virtuellen Desktop im Rechenzentrum. Auf Basis von Login-Scripten und Gruppenrichtlinien werden ihm die jeweils benötigten Applikationen zur Verfügung gestellt. Der Profile Manager verbindet zudem alle persönlichen Profilinformationen und Benutzerkonfigurationen mit dem standardisierten Basis-Image.

„Uns war wichtig, dass die Anwender auch in der virtuellen Infrastruktur ihre personalisierte Arbeitsumgebung mit allen individuellen Softwareeinstellungen vorfinden“, erklärt Eis. Um die Performance der virtuellen Desktops weiter zu verbessern, installierte die IT-Abteilung zwei CloudBridge-Appliances an den Standorten Gerolstein und Bitburg. Die WAN-Optimierungslösung reduziert durch Caching den Datenverkehr zwischen den beiden Standorten und beschleunigt das Protokoll sowie weitere Unternehmensanwendungen wie den Zugriff auf File Services via CIFS. Mit der Lösung sollte vor allem sichergestellt werden, dass die Anwender jederzeit performant mit ihrem virtuellen Desktop arbeiten können – auch während der typischen Stoßzeiten im Krankenhausbetrieb.

„CloudBridge verkürzt die Reaktionszeiten beim Zugriff auf die zentral bereitgestellten Desktops und Applikationen und verringert den Bandbreitenbedarf im WAN auf etwa ein Drittel“, bestätigt Eis. „Wir lassen daher mittlerweile auch zahlreiche weitere Anwendungen über diese Lösung laufen – wie zum Beispiel medizinische Systeme, die Daten mit dem Rechenzentrum in Bitburg austauschen müssen.“

Im Bereich der Medizintechnik werden häufig sehr ähnliche Datenströme über das WAN übertragen – beispielsweise für RIS-Anforderungen. Dieser Netzwerk-Traffic lässt sich durch das Caching bereits übertragener Daten erheblich reduzieren. Ein weiterer Vorteil: Durch die integrierten Quality-of-Service-Funktionen können den unterschiedlichen Anwendungen feste Bandbreiten im WAN zugewiesen werden.

Flexibler Zugriff auf Desktops und Apps – auch bei der mobilen Visite

Die gesamte Infrastruktur wurde mit professioneller Unterstützung durch das IT-HAUS implementiert und konnte pünktlich zum offiziellen Start des Klinikverbunds in Betrieb gehen. Seitdem haben sich die eingesetzten Technologien im Alltag rundum bewährt. Die nächsten Schritte sind bereits in Planung. Künftig sollen auch mobile Endgeräte eingebunden werden, damit beispielsweise Ärzte und Verwaltungsmitarbeiter von unterwegs sicher auf E-Mails und Dokumente zugreifen können. Für die Verwaltung der mobilen Endgeräte, Apps und Daten evaluiert das Marienhaus Klinikum derzeit den Einsatz der Mobility-Lösung Citrix XenMobile.

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