IT & Kommunikation

Mediaform: Scan2Print-Lösungen für mehr Patientensicherheit

27.10.2015 -

Laut AOK Krankenhaus Report 2014 sterben in deutschen Kliniken jährlich etwa 19.000 Patienten aufgrund medizinischer Behandlungs-fehler. Dazu zählen neben anderen die Verwechslung von Patienten oder vertauschte Medikamente.

Für mehr Patientensicherheit, deutlich weniger Verwechslungen und einen geringeren organisatorischen Aufwand sorgen Scan2Print-Lösungen. Speziell für den Healthcare-Bereich entwickelte Anwendungen bietet das Unternehmen Mediaform Informationssysteme.

Grundlage sind Scanner des US-amerikanischen Unternehmens Code, die mit besonders kleinen und kompakt gebauten Geräten überzeugen. „Die sind nicht größer als ein mobiles Telefon und passen problemlos in jede Kitteltasche“, erläutert Vertriebsleiter Steffen Marienfeld. Nutzbar sind die Code Scanner über Bluetooth oder WLAN. Der langlebige Akku hält mehrere Tage ohne Aufladen. Jedes Gerät wird mit einer JavaScript-Lizenz und einer Auswahl an vorinstallierten Anwendungen geliefert. Für ein sicheres und schnelles Arbeiten gibt das Lesegerät ein Feedback über den erfolgreichen Scanvorgang. Dabei kann der Anwender zwischen LED, Audio-Ton oder Vibrationssignal wählen. Zudem ist es möglich, das akustische Signal auszuschalten und nur bei Nicht-Übereinstimmung der Daten zu aktivieren, so dass die Geräuschkulisse im Krankenhausalltag deutlich minimiert wird.

Nachdruck eines Patientenarmbandes

Denkbar ist diese Anwendung beispielsweise bei der OP-Ausschleusung, nach Röntgenuntersuchungen oder auf der Station bei Empfang der stationär aufgenommenen Patienten. „Mit dem Gerät wird das vorhandene Patientenetikett abgescannt und nach Übergabe der ausgelesenen Datensätze an den Armilla TTP Drucker mit WLAN/Bluetooth-Adapter gesendet. Dieser druckt das neue Patientenarmband ohne jegliche Intervention des Anwenders“, führt Marienfeld aus.

Druck von Patientenetiketten

Der Einsatz des Produkts ist vor allem bei Proben- und Medikationskennzeichnungen hilfreich. Die ID des Patienten wird direkt vom Patientenarmband eingescannt, beispielsweise bei der Visite, und ist für Laboranforderungen oder Medikationsanordnungen flexibel einsetzbar. Unter Angabe der gewünschten Anzahl an Etiketten erfolgt der Druck von weiteren, personalisierten Patientenetiketten über den TSC Primas 300 HealthCare Drucker.

Druck von personalisierten Medikationsetiketten

Ziel einer weiteren Anwendung ist der Ausdruck individualisierter Medikationsetiketten. „Dazu wird die Patienten-ID direkt vom Patientenarmband gescannt, der gespeicherte Kerndatensatz an die Medikationssoftware übergeben und das personalisierte Medikationsetikett gedruckt“, so der Vertriebsleiter von Mediaform Informationssysteme in Reinbek. Nach Kennzeichnung der entsprechenden Medikationen wird wiederum per Cross-Check die Medikation mit der Patienten-ID auf dem Patientenarmband abgeglichen. Eine Fehlapplikation wird sicher vermieden. Bed-Side-Scanning Anwendungen wie diese funktionieren ohne aufwändige Integration in bestehende IT-Infrastrukturen und versprechen daher schnell einen direkten Nutzen.

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