RFID & Co.: Ident-Technologien im Krankenhaus – Sonderpublikation und Kongress

  • Michael ReiterMichael Reiter

RFID & Co.: Ident-Technologien im Krankenhaus – Sonderpublikation und Kongress. Ein Jumbo-Absturz an jedem zweiten Tag: So viele Patienten sterben, laut Expertenaussagen, in den USA an ärztlichen Fehlern.
Moderne Technologie hilft durch den Ansatz eindeutiger Identifikation, diesen katastrophalen Zustand zu verbessern – und sie unterstützt zugleich die Krankenhäuser beim drängenden Optimierungsbedarf für ihre Logistik.
Management & Krankenhaus stellt Ihnen aktuelle Ansätze vor – mit einem Kongress und einer Sonderpublikation.

Die Technologie
Wie funktionieren Ident-Technologien? Barcodes, längst im Markt bekannt, enthalten kodierte Informationen. Ihr Nachteil besteht darin, dass zum Auslesen der Information ein Sichtkontakt nötig ist und sich die Daten nicht verändern/aktualisieren lassen.
Die Radio Frequenz Identifikation RFID (mit Transponderchips, Antennen und IT-Infrastruktur) erlaubt eine Identifikation ohne Sichtkontakt – über Radiowellen unterschiedlicher Bandbreiten – sowie, bei bestimmten Chip-Typen, eine Aktualisierung der Informationen.
Das Wirkprinzip ist einfach: Personen und Objekte werden eindeutig identifizierbar, Prozesse werden nachvollziehbar. Für eine Reihe von Applikationen gibt es weitere Spielvarianten, wie etwa die Nutzung der Signalstärke in einem WLAN zur Lokalisierung (Asset Tracking).

Durchsetzung am Markt
Anders als bei anderen Ansätzen wird für Ident-Technologien der Return on Invest bei der Durchsetzung der Technologie im Gesundheitswesen nicht die alleinige Rolle spielen, so lauten Prognosen: Ethische Aspekte wie der Sorgfaltsauftrag des Mediziners sollten hier zunehmend für Akzeptanz sorgen.
Ein Projekt im Klinikum Saarbrücken liefert ein gutes Beispiel – hier vermeidet man mit einem RFID-Armband und einer speziellen Software folgenschwere Fehler bei der Medikamentierung.
Weiterer Vorzug: Die Pharma-Industrie erhält durch den RFID-gestützten Aufbau eines Pedigree, eines „Stammbaums“, für Arzneimittel Vorteile bei der Identifizierung von Fälschungen.

Patientensicherheit – weitere Praxisbeispiele
Wie bei einer losgetretenen Lawine vervielfachen sich zur Zeit die Projekte: So findet RFID Einsatz beim Vergleich von Patient und Terminvorbereitung im OP – dies geschieht automatisiert beim Durchschleusen von Patienten in den OP-Saal und hilft, z.B.

wrong site surgery“ zu verhindern (siehe die aktuellen Fälle in den USA).
Die automatische Zuordnung von Arztdiktaten zu Patienten stellt eine weitere plausible Methode zur Fehlervermeidung dar. Patientensicherheit wird durch die technologiegestützte Verlinkung von Endoprothese und Chirurgenwerkzeug gefördert, sowie durch Bewegungsprofile etwa dementer Patienten.

Benefits in der Intralogistik
Eine wachsende Zahl von Beispielen zeigt auch die Effizienzgewinne für die Intralogistik in Krankenhäusern.
So optimieren Leistungserbringer und ihre externen Partner das Wäsche- Handling mit Chips – das Krankenhaus- Schmutzwäsche-Sortierverbot lässt sich umgehen, und der Wertschöpfungszyklus reicht bis zur Ausgabe des OP-Kittels mit dem richtigen Chefarztnamen bei Einwurf des entsprechenden Schmutzwäsche- Artikels.
In einem Ruhrgebiets-Krankenhaus ließ sich die aufwändige Einrichtung eines weiteren Aufzugs einsparen, indem man den Patientenbetten- Verkehr durch Transponder optimierte.
Mit Tracking und Tracing können durch Schwund verursachte Kosten verringert werden, und die raschere Bereitstellung von medizinischem Gerät und Rollstühlen hilft bei der besseren Nutzung von Kapazitäten.
Das Management von Intensivstationen, die erleichterte Erfüllung gesetzlicher Anforderungen bei der Dokumentation (etwa bei Blutprodukten, inkl. Daten über die Kühlkette, und bei der Wiederaufbereitung medizinischer Instrumente) und viele weitere Potentiale verleihen diesen Technologien eine vielversprechende Perspektive.

Unser Informationsangebot
Mit einer Sonderveröffentlichung und einem ITeG-Begleitkongress informieren wir unsere Leser. Nutzen Sie dieses Angebot, und schicken Sie uns gern Ihre Anregungen!

RFID & Co.“ – Ihre Informationsquellen
Der GIT VERLAG bietet Ihnen den Zugang zu wertvollen aktuellen Informationen – kostenfrei für Sie.

Kongress
Themen: Technologien – Wirtschaftlichkeit – Praxisbeispiele
Präsentationsform: halbstündige Vorträge, Diskussions-Möglichkeiten und Mittags-Roundtable
Referenten: Experten, Verbandssprecher, Anwender und Anbieter.
Die Moderation übernimmt Ihr Redakteur Michael Reiter

Termin: 30.5.2006 ab 10 Uhr
Ort: ITeG, Messehalle 4, Frankfurt/Main
Eintritt: Kostenfrei für ITeG-Teilnehmer

Sonderpublikation
Auch hier stehen Themen wie Technologien – Wirtschaftlichkeit – Datenschutz – Praxisbeispiele im Vordergrund. Die Veröffentlichung erscheint rechtzeitig zur ITeG und ist u.a. dort am Verlagsstand und auf dem Kongress erhältlich.
Sie können sie auch direkt beim Verlag beziehen; senden Sie einfach eine formlose E-Mail an c.rothermel@gitverlag.com, und „RFID & Co.“ landet kurz darauf kostenfrei auf Ihrem Schreibtisch.

Michael Reiter
m.reiter@gitverlag.com

 

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