Thin-Client-Lösungen in Krankenhäusern

Die Prozesse und IT-Landschaften in Krankenhäusern sind ideale Umgebungen für Thin-Client-Lösungen.

Effizienz ist ein viel strapazierter Terminus in beinahe in allen Sparten der Wirtschaft. Der Begriff ist Synonym einer funktionierenden und auf stetige Verbesserung ausgerichteten Unternehmensstruktur. Was aber bedeutet IT-Effizienz im Krankenhaus? Was muss sie leisten?

Wie in jedem anderen wirtschaftlich organisierten Unternehmen gilt es auch im Management eines Krankenhauses, die perfekte Balance zwischen kontinuierlicher Weiterentwicklung auf der einen Seite und Wirtschaftlichkeit auf der anderen herzustellen. Mehr noch: Eine innovative IT-Struktur ist eine der entscheidenden Voraussetzungen für eine entwicklungsfähige, also messbare, Wirtschaftlichkeit.

Das oberste Ziel aller Gesundheitseinrichtungen – sei es im Krankenhaus oder in der stationären Pflege – bleibt es dabei immer, medizinische Standards voranzutreiben. Aufgabe der IT-Manager ist es deshalb, die begleitende IT-Struktur maßgeschneidert darauf anzupassen. Das gilt umso mehr, wenn die Zahl der Nutzer im fünfstelligen Bereich angesiedelt ist. Die IT-Verantwortlichen in großen Häusern mit einer Vielzahl an Standorten stehen vor der Herkules-Aufgabe, die passende Struktur für 15.000 und mehr Anwender eines Krankenhaus-Unternehmens bereitzustellen.

Sobald der laufende IT-Betrieb 20 und mehr Standorte innerhalb des Verbundes versorgen muss, besteht das Erfolgsgeheimnis darin, eine leistungsstarke Kombination aus Standardisierung und Zentralisierung zu finden. Für die zentrale Versorgung aller Häuser eines Krankenhaus-Verbundes bietet sich eine Thin-Client-Lösung an. Damit kann ein IT-Team zum Beispiel Anwendungen für das Krankenhausinformationssystem i.s.h.med zur Verfügung stellen, das die Mitarbeiter aller Häuser beim Dokumentieren, Planen und Koordinieren unterstützt. Kernelement der IT-Struktur ist dabei die Virtualisierung der verfügbaren Ressourcen. Dadurch stellt das IT-Team sicher, dass das KIS effizient genutzt wird.

Es kommt hier darauf an, dass die Gesamtlast gleichmäßig auf die Server verteilt wird.

In vielen Unternehmen ist dies noch immer nicht der Fall: Während ein Server heiß läuft, ist ein anderer nicht voll ausgelastet. Die optimal ausbalancierte Nutzung der Ressourcen ist zudem ein elementarer Baustein bei der Prophylaxe von Systemausfällen. Je früher der Weg der Virtualisierung eingeschlagen wird, desto besser. Beim Aufbau einer solchen Thin-Client-Lösung für die IT-Infrastruktur ist es kein Problem, mehr als 200 Server auf nicht einmal 30 physischen Servern zu betreiben.

Der hohe Grad der Zentralisierung verhilft den Mitarbeitern im Krankenhausalltag zu einem dicken Plus an Flexibilität und Mobilität: Jede Sitzung kann „mitgenommen“ werden. Der Wechsel von einem zum anderen Rechner lässt sich dabei per Smartcard sichern. Und das im gesamten Verbund der Fakultäten innerhalb einer Klinik sowie im Netzwerk aller Häuser innerhalb des Verbundes. In Sekundenschnelle lässt sich die unterbrochene Sitzung auf einem anderen Rechner aufrufen, weil sie auf dem Host geöffnet bleibt.

Fragt man die IT-Verantwortlichen von Krankenhäusern nach den Herausforderungen der nahen Zukunft, stehen zwei Themen ganz oben auf der Agenda: Das ist zunächst die elektronische Fieberkurve, die in den meisten Häusern für die kommenden zwei bis drei Jahre fest eingeplant ist, wenn sie sie nicht schon längst nutzen. Auch hier stehen Effizienz und Kosteneinsparungen im Mittelpunkt der Überlegungen. Sämtliche Anweisungen zur Medikation und Behandlung sind dann für alle Beteiligten in der medizinischen Versorgungskette gleichermaßen nachvollziehbar, etwaige Missverständnisse können so wirksam vermieden werden. Hersteller wie Advanova schätzen die Kostenersparnis der elektronischen Fieberkurve bei einer 25-Betten-Station auf immerhin 15.000 € jährlich.

Der zweite Markstein für die IT-Zukunft von Krankenhäusern ist die Telefonie. Ein Thema, an das man vielleicht nicht zuerst denkt, wenn es um IT-Infrastruktur geht. Warum das Thema Priorität besitzt, liegt indessen auf der Hand. Die Telefonie der Zukunft läuft über IP-Netze, sie ist schon heute wesentlich netzwerklastiger, als dies vor wenigen Jahren der Fall war. Es hat vergleichsweise schlimmere Folgen, wenn die Telefonie innerhalb eines Krankenhauses nicht verfügbar ist, als wenn die IT ausfällt. Hinzu kommt: Bei totalem Stromausfall sind die Stromspeicher der Mobiltelefone rasch am Ende. Auch auf dieses Worst-Case-Szenario müssen die IT-Teams künftig optimal vorbereitet sein.

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