Mitarbeiter-Führung im Krankenhaus – So klappt’s

  • Standardisierte Führungsinstrumente und Qualitätsmanagement sind auch im Krankenhaus, wenn es um die Mitarbeiterführung geht, unerlässlich, da sie wesentlich zur Entwicklung der Unternehmenskultur beitragen (©istock.com/mediaphotos ).Standardisierte Führungsinstrumente und Qualitätsmanagement sind auch im Krankenhaus, wenn es um die Mitarbeiterführung geht, unerlässlich, da sie wesentlich zur Entwicklung der Unternehmenskultur beitragen (©istock.com/mediaphotos ).
  • Standardisierte Führungsinstrumente und Qualitätsmanagement sind auch im Krankenhaus, wenn es um die Mitarbeiterführung geht, unerlässlich, da sie wesentlich zur Entwicklung der Unternehmenskultur beitragen (©istock.com/mediaphotos ).

Standardisierte Führungsinstrumente und Qualitätsmanagement sind auch im Krankenhaus, wenn es um die Mitarbeiterführung geht, unerlässlich, da sie wesentlich zur Entwicklung der Unternehmenskultur beitragen. Doch was charakterisiert im Krankenhaus die Führung einer Abteilung? Wie werden Mitarbeiter perfekt motiviert? Und wie vermitteln Führungskräfte am besten neues Handeln und Denken? Wer sich mit dem Thema Mitarbeiterführung in Krankenhäusern und Kliniken beschäftigt, stößt über kurz oder lang auf diese und ähnliche Fragen.

Change Management in Kliniken

Die Zeit drängt: Seit einigen Jahren unterliegen die Krankenhäuser in Deutschland einem massiven Veränderungsprozess. Dadurch steigen die Herausforderungen und Anforderungen an die Führungskräfte enorm. Die Bewältigung des Spannungsverhältnisses zwischen den Mitarbeiterinteressen und der Unternehmensführung nehmen massiv zu. Auch die Gewinnung neuer Mitarbeiter, deren Bindung an die Klinik und deren Motivation wird immer schwieriger, da laufend Veränderungen anstehen und der Lernprozess niemals aufzuhören scheint.

Der Wille und die Fähigkeit der Führungskräfte, neue Managementmethoden und Sichtweisen auf die eigene Situation zu übertragen, sind wichtige Faktoren, um den Fachkräftemangel in den Krankenhäusern entgegenzuwirken. Schon lange ist klar, dass der autoritäre Führungsstil ausgedient hat. Denn unter anderem ist das klassische Hierarchiedenken für viele talentierte Mitarbeiter ein Grund, warum sie einem Krankenhaus den Rücken kehren.

Für eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Führungskräften mit ihren Mitarbeitern ist es erforderlich, dass die Kommunikation miteinander zeitnah erfolgt - nur so können auch Veränderungen umgesetzt werden. Dabei gilt es, die Notwendigkeit der Veränderung aufzuzeigen und diese den Mitarbeitern klar zu kommunizieren. Außerdem müssen Mitarbeiter für den Wechsel motiviert werden, indem sie zeitnah in den Change-Prozess mit eingebunden werden. Dadurch wird ihnen eine Orientierungsmöglichkeit gegeben.

Um diese Prozesse zu fördern, gibt es Beratungsstellen, die unterstützend zur Seite stehen. Für eine erfolgreiche Teamarbeit und eine gute Teamkultur sind gemäß der Organisationsberatung initio folgende Faktoren wichtig:

  • Klärung der Zielvorgaben
  • Erarbeiten der gemeinsamen Ziele im Team
  • Klärung von Zuständigkeiten
  • Erarbeiten von sinnvollen Arbeitsabläufen
  • Berücksichtigung von Fehler- und Qualifikationsmanagement

Damit Führungskräfte erfolgreich unterstützt werden, sind standardisierte Führungsinstrumente unverzichtbar, denn sie dienen der Entwicklung der Unternehmens- und Führungskultur.

Notwendigkeit der Führungskräfteentwicklung ist in Kliniken weitgehend unbekannt

Je nach Reife der unterschiedlichen Unternehmenskultur der Einrichtung ist es sinnvoll, dass in Gruppen Ärzte mit Pflegern und anderen Klinikberufen offen diskutieren.

Eine gute Durchmischung verschiedener Profession ermöglicht einen bereichernden und anregenden Austausch aus den unterschiedlichsten Perspektiven, die jedoch alle einen gemeinsamen Erfahrungshintergrund aus ihrem Tätigkeitsfeld in dem Krankenhaus besitzen. So könnten beispielsweise die Stationsleitung mit dem Pflegedienst und den Ärzten diskutieren, wie am besten die Zusammenarbeit auf der Station gestaltet werden kann. Dadurch erfolgt ein respektvoller Umgang miteinander und es können gemeinsame Lösungen erarbeitet werden.

In der Regel dauert es eine gewisse Zeit, bis wirklich alle Betroffene die Notwendigkeit der Entwicklung von Führungskräften erreicht hat. Denn was bei klassischen Unternehmen aus Wirtschaft und Industrie in Punkto Führungskräfteentwicklung und entsprechende Konzepte schon lange selbstverständlich ist, ist für Krankenhäuser meistens noch ein unbekanntes und neues Lernfeld. Oftmals bedarf es finanzieller und personeller Ressourcen sowie einem langen Atem, um für dieses Thema entsprechende Offenheit zu erlangen. Denn anstatt das eigene Handeln zu hinterfragen, richten sich Nachwuchsärzte meistens nach ihren Vorgesetzten und kopieren deren Verhalten. Für eine erfolgreiche Umsetzung sind daher eine gute Einführung mit genügend Informationen und eine stetige Einbindung der Geschäftsleitung in den Prozess unerlässlich.

Tipps für eine erfolgreiche Mitarbeiterführung

Für eine optimale Entwicklung der Führungskräfte gibt es mittlerweile diverse Anbieter, die spezielle Führungskräfteprogramme für Kliniken entwickelt haben. Dabei ist es wichtig, dass das Konzept flexibel auf die Wünsche der Teilnehmer eingeht. Der Seminarleiter sollte den Teilnehmern möglichst viel Raum für Reflexion lassen und eine Kombination aus Gruppenarbeit, Fachinput, Erfahrungsaustausch und Fallbearbeitung ermöglichen. Durch diese Vielfalt können verschiedene Lerntypen angesprochen werden, was die Spannung in den Seminaren erhält. Möglichkeiten bieten selbst organisierte oder moderierte Workshops, klassische Seminare, Coaching und Mentoringprogramme.

Die wichtigsten Faktoren, um die Wettbewerbsfähigkeit der Krankenhäuser aufrechtzuerhalten und Fachkräfte zu binden, sind eine Unternehmensleitung, die sich mit dem Thema Führung auseinandersetzt, eine gute Personalentwicklung sowie eine Unternehmenskultur, die geprägt ist von einer ernst genommenen Führungskultur. Für angehende oder ärztliche Führungskräfte hat dies zur Folge, dass die Beschäftigung mit Themenbereichen, die noch über die Arbeit am Patienten hinausgehen, immer offener und relevanter wird. Der Austausch zwischen Führungskräften und Mitarbeitern kann den Blick erweitern und so neue Lösungswege für Probleme entstehen lassen.

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