Hygiene

Genotyp-Test entdeckt Vorformen des Gebärmutterhalskrebses

12.07.2010 -

Eine neue Studie zeigt, dass durch Tests auf die Genotypen 16 und 18 des humanen Papillomavirus Vorformen des Gebärmutterhalskrebses entdeckt werden, die der Pap-Test übersieht. 1 von 10 an der ATHENA-Studie beteiligten Frauen im Alter von mindestens 30 Jahren, bei denen der cobas 4800 HPV Test positive Testergebnisse auf die HPV-Genotypen 16 und/oder 18 ergab, litten an einer Vorform des Gebärmutterhalskrebses, obwohl ihr Pap-Test normal war. Mit einer Beteiligung von über 47.000 Frauen ist die ATHENA-Studie die größte Zulassungsstudie, die im Screening auf Gebärmutterhalskrebs je durchgeführt wurde.

Roche (SIX: RO, ROG; OTCQX: RHHBY) gab heute Daten aus der US-Zulassungsstudie ATHENA (Addressing THE Need for Advanced HPV Diagnostics) mit über 47.000 Frauen bekannt. Die Ergebnisse belegen, dass sich über den Nachweis zweier humaner Papillomviren vom Genotyp HPV 16 und HPV 18 Vorformen von Gebärmutterhalskrebs ermitteln lassen, die bei Frauen in der zytologischen Untersuchung mit einem Papanicolau (Pap) Test nicht gefunden wurden. In der Studie litten 1 von 10 Frauen im Alter von 30 Jahren und darüber, bei denen der cobas 4800 HPV Test positive Testergebnisse auf die HPV-Genotypen 16 und/oder 18 ergab, an einer Vorform des Gebärmutterhalskrebses, obwohl ihr Pap-Test normal war. Diese Daten beweisen, wie wichtig die HPV-Genotypisierung für eine Steigerung der Genauigkeit bei der Risikobewertung für Gebärmutterhalskrebs ist. Dabei spielt das Screening auf die beiden HPV-Genotypen mit dem höchsten Risiko (16 und 18) eine besonders wichtige Rolle und macht die Grenzen deutlich, die
sich bei der Ermittlung von Frauen mit Vorformen von Gebärmutterhalskrebs ergeben, sofern man sich dabei allein auf zytologische Tests stützt (Pap). Die Daten wurden heute auf der 26. Internationalen Papillomviren-Konferenz in Montréal, Kanada, von Thomas C. Wright Jr., M.D. an der Columbia University, vorgestellt.

"Die ATHENA-Daten zeigen, dass Frauen mit positiven Ergebnissen für HPV 16 und/oder 18 direkt zu einer genaueren Untersuchung des Gebärmutterhalses mittels Kolposkopie überwiesen werden sollten", sagte Dr. Wright. "Screening auf die Hochrisiko-HPV-Genotypen liefert wichtige ergänzende Informationen zum Pap-Test. Dazu sollte auch ein Screening auf die beiden Typen mit dem höchsten Risiko, HPV 16 und 18 gehören, um prognostische Informationen über das Risiko einer Frau zu gewinnen, an Vorformen des Gebärmutterhalskrebses oder Gebärmutterhalskrebs zu erkranken."

Neueste Erkenntnisse aus der klinischen Studie ATHENA zeigen, dass bei Frauen mit positiven Ergebnissen für HPV 16 und/oder 18 beim cobas 4800 HPV Test, aber normalem Befund im Pap-Test, dasselbe Risiko für Vorformen des Gebärmutterhalskrebses bestand, wie bei Frauen mit positiven Testergebnissen für einen der 14 Hochrisiko-HPV-Typen bei verdächtigem Pap-Test (ASC-US, Atypical Squamous Cells of Undetermined Significance, nicht klassifizierbare Plattenepithelien). Die zuletzt beschriebene, klinische Situation wird allgemein als risikoträchtig für Krebsvorformen anerkannt, bei der sofortige Untersuchungen gerechtfertigt sind. Dies unterstreicht, wie wichtig Tests auf die HPV-Genotypen 16 und 18 bei Frauen mit normalem Pap-Test sind.

"ATHENA ist eine richtungweisende Studie, die beweist, wie modernste medizinische Diagnostik die Grenzen eines rein auf Pap-Tests beschränkten Screenings auf Gebärmutterhalskrebs überwinden kann", betonte Daniel O'Day, Chief Operating Officer von Roche Diagnostics. "Würden mehr Frauen auf Hochrisiko-HPV-Genotypen, insbesondere die Genotypen 16 und 18 getestet, könnten mehr Vorformen des Gebärmutterhalskrebses gefunden und frühzeitiger behandelt werden. Dies würde ein Fortschreiten zur Entstehung von zu Krebs verhindern und letztlich Leben retten." Jürgen Redmann, Geschäftsführer der Roche Diagnostics Deutschland GmbH, konstatiert: "Die automatisierte PCR-Diagnostik mit dem cobas 4800 System liefert eine wichtige Basis für ein effektives HPV-Screening."

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