Krankenhausapotheker

Zum 35. wissenschaftlichen Kongress des Bundesverbands Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) treffen sich Pharmazeuten vom 29. April bis zum 2. Mai in Freiburg. Dazu werden etwa 700 Teilnehmer erwartet. „Pharmazeutische Betreuung am Krankenbett als Gewinn für den Patienten" lautet das diesjährige Thema des Kongresses, bei dem der besondere Nutzen des Apothekers im Krankenhaus als Berater des Arztes, der Pflege und des Patienten herausgestellt werden soll. Am Freitag, den 30. April, wird das Thema in Plenarvorträgen und einer Podiumsdiskussion unter Beteiligung von Ärzten, Apothekern, Patienten und Politik behandelt, am Nachmittag stellen Kolleginnen und Kollegen einzelne Projekte ihrer Arbeit aus den verschiedenen Krankenhäusern in Seminaren, Workshops und Kurzvorträgen vor.

Bei der Mitgliederversammlung am Samstag wird auch das neu erarbeitete Zielpapier des Verbandes vorgestellt werden. Darin werden zu den Themen Arzneimitteltherapiesicherheit, Versorgungsqualität, Logistik und Wirtschaftlichkeit 22 Thesen und daraus resultierende Forderungen aufgestellt. „Dies korrespondiert mit dem Thema unseres Kongresses", meint Holger Hennig, ADKA-Präsident seit 2008. „Wir fordern seit Langem von den Krankenhausträgern und der Politik, die Position des Apothekers in den Kliniken zu stärken und zu erkennen, dass sich sein nutzbringender Einfluss vor allem durch die pharmazeutische Dienstleistung und die Mitarbeit im therapeutischen Team darstellt. Nicht nur im Hinblick auf die Arzneimitteltherapiesicherheit, sondern auch in wirtschaftlicher Hinsicht zahlt sich der Pharmazeut am Krankenbett aus. Jeder hierfür investierte € zahlt sich doppelt bis dreifach aus durch vermiedene längere Verweildauer, vermiedene Wiederaufnahme und vermiedene sonstige Komplikationen. Dies zeigen Studien aus der ganzen Welt! Dafür brauchen wir aber mehr Apotheker in den Kliniken. In Deutschland haben wir derzeit nur drei Apotheker je 1.000 Klinikbetten, das ist nur rund ein Drittel dessen, was in Europa der Durchschnitt ist, eigentlich ein Armutszeugnis für ein Land mit einem so hoch entwickelten Gesundheitssystem!" In Freiburg wird turnusgemäß auch ein neues ADKA-Präsidium gewählt.

 

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