Etanercept erlaubt flexible Therapie

Die Plaque-Psoriasis ist eine chronische Erkrankung, die eine langfristige Therapie erfordert. Etanercept (Enbrel) hat in mehreren Studien seine starke und lang anhalten-de Wirksamkeit und Sicherheit unter Beweis gestellt.1-3  Die Besonderheit der Substanz liegt darin, dass sie ein individuell angepasstes Therapiemanagement ermöglicht, so Dr. Kim A. Papp, Waterloo, Ontario (Kanada), bei dem Symposium „Comparing re-treatment and continuous treatment with biologics in psoriasis", das im Rahmen der 22. Fortbildungswoche für praktische Dermatologie und Venerologie am 29. Juli 2010 in München stattfand.

In den letzten Jahren hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Plaque-Psoriasis nicht auf die Haut beschränkt bleibt, sondern eine chronische inflammatorische Systemerkrankung ist, die eine langfristige Therapie erfordert. „Auch wenn die Therapie der Psoriasis im Optimalfall kontinuierlich erfolgen sollte, erleben wir unter Alltagsbedingungen dennoch, dass Patienten die Therapie aus verschiedensten Gründen unterbrechen", so Papp. Daher ist seines Erachtens von entscheidender Bedeutung, dass ein Biologikum nach Behandlungspausen seine Wirksamkeit wieder entfaltet. Nur so gelingt es, ein gutes Therapieergebnis auch auf Dauer zu erhalten.

Etanercept wurde 2004 zur Therapie der mittelschweren bis schweren Plaque-Psoriasis zu-gelassen. In den bisher durchgeführten Studien ist die Wirksamkeit über einen Behand-lungszeitraum von bis zu 96 Wochen belegt.4 Ein besonderes Merkmal der Substanz Etaner-cept ist, dass auch nach dem Absetzen bei erneuter Therapie ein gutes Ansprechen erreicht werden kann. Dieser Punkt hat nach Ansicht von Papp in der Praxis besondere Bedeutung.

CRYSTEL-Studie belegt langfristige Wirksamkeit
In der Studie „Clinical Randomized Year-long STudy assessing the safety and efficacy of EnbreL in psoriasis (CRYSTEL)" wurden klinische Wirksamkeit und Sicherheit einer konti-nuierlichen Behandlung mit Etanercept mit einer intermittierenden Behandlung über einen Zeitraum von 54 Wochen untersucht.5 Die Studienteilnehmer mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis erhielten entweder kontinuierlich Etanercept (25 mg zweimal pro Woche) (n=352) oder eine Intervalltherapie (50 mg zweimal pro Woche) über zwölf Wochen (n=359).

Beim Erreichen des Therapieziels, einem PGA (Mean Physicians Global Assessment of Pso-riasis)-Wert ≤ 2, wurde die Therapie solange unterbrochen, bis der PGA-Wert wieder auf ≥ 3 stieg, dann wurde die Behandlung mit Etanercept (25 mg zweimal pro Woche) fortgeführt.

Der Psoriasis-Schweregrad (PASI) verbesserte sich nach 54 Wochen in der Gruppe mit kon-tinuierlicher Gabe im Mittel um 67,5%, bei Intervalltherapie um 58,5%. Zwar schneidet die kontinuierliche Therapie damit signifikant besser ab. Dennoch können mit Etanercept auch bei intermittierender Therapie positive Langzeitresultate erreicht werden. In beiden Studien-gruppen blieb die Wirksamkeit bis Woche 54 erhalten.

Kein Wirksamkeitsverlust beim Re-Treatment
226 Patienten der CRYSTEL-Studie, bei denen nach dem Ansprechen eine Therapiepause eingelegt wurde und die anschließend einen Rückfall erlitten, wurden erneut mit dem TNF-alpha-Blocker behandelt.1 Bei 83% der Patienten wurde dadurch der PGA-Wert erneut unter 2 gesenkt, 97% der Patienten waren mit diesem Ergebnis sehr zufrieden.

Auch in einer weiteren Untersuchung wurden Patienten mit Plaque-Psoriasis 24 Wochen lang randomisiert und placebokontrolliert mit Etanercept behandelt.6 Patienten, die auf die Therapie angesprochen hatten (Verbesserung des PASI > 50%), erhielten keine Behandlung bis sie einen Rückfall erlitten, was im Mittel nach drei Monaten der Fall war.

Im Anschluss daran wurden sie mit derselben Etanercept-Dosis, die sie in der doppelblinden Studienphase erhalten hatten, erneut behandelt. Nach 12-wöchiger erneuter Behandlung (Re-Treatment) zeigte sich, dass Etanercept ähnlich effektiv war wie bei der ersten Behandlung. Auch wenn nach einem Ansprechen die Dosis reduziert wird, bleibt die Wirksamkeit von Etanercept bestehen.7 Die Tatsache, dass sich der Prozentsatz an Patienten, die ein PASI 75 Ansprechen erreichten, zwischen Woche 12 und 24 erhöht, ist nach Ansicht von Papp für Patienten sehr ermutigend, da es „weiter bergauf" gehe.

Die Studiendaten zeigen, dass bei einer Therapie mit Etanercept keine Wirkverluste zu be-fürchten sind, wenn eine Therapiepause eingelegt wird. „Diesbezüglich erlaubt uns Etanercept von allen auf dem Markt befindlichen Biologika die größtmöglichste Flexibilität", so Papp. Insgesamt steht daher mit Etanercept eine Behandlungsmöglichkeit zur Verfügung, die Arzt und Patient neben einer Langzeittherapie bei hoher langfristiger Wirksamkeit und Sicherheit auch ein besonders individuelles Therapiemanagement ermöglicht.

1 Ortonne JP et al. BJD 2009;161:1190-1195
2 van de Kerkhof PCM et al. BJD 2008;159:5 (1177-1185)
3 Paller AS et al. NEJM 2008;358:241-251
4 Elewski B et al. Poster presented at 15th congress of the European Academy of dermatology and venerology, Oct 4-8, 2006
5 Ortonne JP et al. Expert Rev Dermatol 2008;3:657-5
6 Gordon KB et al. J Dermatolog Treat 2006;17:9-17
7 Papp KA et al. BJD 2005;152:1304-1323.

 

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